Heisse Tage, Geschenke der Natur und kühle Erfrischungen

Dieses Wochenende war es so richtig sommerlich schön und heiss. Die Bienen Summen, die Rosen haben sich von dem Gewitter und Hagel wieder etwas erholt und betören mit ihrem Duft die Sinne. Mein Kräutergarten hat die Regenklatsche der letzten Tage auch gut überstanden und explodiert nun üppig in meiner Kräuterspirale. Etwas Abseits wuchert auch der Waldmeister vor sich hin und ich nehme mir vor, dieses Jahr endlich mal etwas mit ihm anzufangen und nicht zu warten bis er blüht, denn dann soll man ihn angeblich nicht mehr verwenden.

Ich liebe diese warmen Tage, die einen dazu zwingen es etwas ruhiger angehen zu lassen. Wobei, so ruhig war dann mein Wochenende gar nicht.

Am Samstag habe ich fast 5 Stunden Wäsche gebügelt und gewaschen und auch am Sonntagmorgen haben wir die kühleren Stunden dazu genutzt unseren Keller aufzuräumen. Es wäre noch viel mehr zu Tun gewesen, aber um 12.00 Uhr streikte ich und gönnte mir ermattet erst mal eine kleine Siesta-Pause.

Gut ausgeruht ernte am Nachmittag ich noch Rhabarber, welchen ich geschält und kleingeschnitten für künftige Projekte einfriere und den Rest zu einer feinen Rhabarber-Erdbeer-Waldmeister-Marmelade verarbeite.

Rhabarber-Erdbeer-Waldmeister-Marmelade  (Ca. 5 Gläser)

8-10 Stengel Waldmeister gepflückt, zu einem Strauss zusammengebunden und 48 Stunden zum Trocknen aufgehängt. Waldmeister muss, um sein Aroma zu entfalten erst etwas antrocknen.

1 Zitrone, Schale und Saft
820g Rhabarber, geschält und in Stücke geschnitten
180g-200g Wasser
1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt
700g Gelierzucker 2:1
200g Erdbeeren, gewaschen

Zubereitung

Die mit dem Sparschäler abgeschälte Zitrone mit etwas Gelierzucker (50g) in den Mixtopf geben und mit der Turbostufe 2x 2 Sek pulverisieren.

Rhabarber und Wasser dazu (sollte zusammen 1 Kg geben) und für 6 Sek/ Stufe 6 zerkleinern

Ausgekratzte Vanilleschote samt Mark, die Erdbeeren, den restlichen Gelierzucker und das vorgetrocknete Waldmeister dazu und für 20 Sek / Umkehrstufe 2 verrühren. Anschliessend 5-6 Stunden durchziehen lassen.

Anschliessend für 13 Min. / 100 °C / Umkehrstufe 2 aufkochen und kochen lassen. Dann nochmals für 2 Min. / 90°C / weiterkochen. Dabei den Deckel aufgesetzt lassen.

Vanilleschote und Waldmeister entfernen und die Marmelade für 20 Sek / Stufe 6 pürieren.

Waldmeister

Während die Kohle im Grill zu glühen beginnt, bereite ich einen kühlen Drink vor um den lauen Abend mit einer Erfrischung einzuläuten. Den habe ich bei der ganzen Plackerei auch verdient.

Letzen Sommer habe ich die Kombination von Gurke mit Gin schätzen und lieben gelernt. Wer auf Alkohol verzichten will, kann den Gin auch gut mit Gingerale ersetzen.

Gin and Cucumber Cooler – ganz mein Geschmack

für 4 kleine Gläser oder 2 grössere (ansonsten verdoppeln oder verdreifachen)

Für den Zuckersirup 25g Zucker und 25g Wasser in den Mixtopf geben und für 4 Min. / 100°C / Stufe 2 auflösen lassen. Nach Gusto kann hier noch eine Kardamonkapsel dazugegeben werden, die man aber vor dem nächsten Schritt entfernen sollte.

100g Eiswürfel
150g Gurke, geschält
1 Limette, Saft

Dazugeben und für 30 Sek. / Stufe 10 mixen.

60g Gin
220g Mineralwasser
(Alternativ: 140g Gingerale und 140g Mineralwasser)

dazu giessen und für 10 Sek. / Stufe 4 vermischen.

Mit Eiswürfel und Gurkenstückchen dekorieren, servieren und geniessen.

Cooler

Ja, so lässt es sich im Sommer gut leben!

Kaffee; Cafè, Coffee, Caffè, es Käfeli

Heute wollte ich endlich mal meinen Blog mit etwas Inhalt befüllen und hab mir überlegt, was ich den nun bloggen soll.

Ich gebe es zu, ich bin ein Kaffee Junkie. Ich trinke sicher jeden Tag mindestens 5 Tassen Kaffee. Und als ich nach meinem Mittagessen zurück an meinen Bürotisch kam, hatte ich noch einen Hauch von Kaffee auf meiner Zunge. Deshalb habe ich auch den heutigen Tag zu meinem Kaffee Blog Tag erklärt.

Ich habe meine Facebook Gruppe «Digital zum Genuss» nach entsprechenden Rezepten durchforstet und diese neu für Euch zusammengestellt.

Ich hoffe, dass Euch die Rezepte rund ums Thema «Kaffee» inspirieren und würde mich freuen zu hören, ob Euch die Rezepte gefallen und angeregt haben Euren Thermomix® in Betrieb zu nehmen.

Falls ihr keinen Thermomix® habt und mehr über diesen tollen Küchenhelfer erfahren wollt, kontaktiert mich doch über mein Kontaktformular (dieses findet ihr unter «Contact» rechts oben).

Die Rezepte rund um das Thema Kaffee findet ihr in meinen früheren Posts von heute.

Coffee

Foto von http://unsplash.com

Kaffee-Walnuss-Kuchen von Sophie

Ab und an muss es einfach eine dicke Torte sein. Diesen Kaffee-Walnuss-Kuchen / Coffee-Walnut-Cake entdeckte ich auf Youtube von einer deutschen Bloggerin, die jedoch in England lebt und meist auf English bloggt und ihre Filme auf Englisch verfilmt.

Kaffee-Walnuss-Kuchen / Coffee-Walnut-Cake
Rezept von: Thermomix Baking Blogger, Sophie Handschuh
https://youtu.be/LrvoLIBgy3s
(Ich habe mich jedoch für die runde Version entschieden)

Kaffee Walnuss kuchen1

Wer Kaffee und Walnüsse mag, wie ich und meine Mutter, wird von diesem Kuchen begeistert sein.

Was mir an Sophie Handschuh gefällt, ist, wie sie frisch fröhlich (manchmal genauso tollpatschig wie ich) und mit einer guten Portion Selbstironie aber auch mit viel Wissen rund ums backen ihre Rezepte präsentiert. Sophie erinnert mich ein ganz klein wenig an die Schauspielerin Anne Hathaway. Wem geht das auch so?

Das Backen wurde Sophie sozusagen in die Wiege gelegt, denn ihr Papa war Bäcker und brachte ihr schon früh viele Backtechniken bei, die sie nun per Video auf Youtube, in Ihren Büchern und ihrem Blog  aber auch auf Facebook und Instagram mit ihren Followern teilt.

Sie benutzt für Ihre Rezepte den Thermomix® und veröffentlicht nun manchmal auch in der deutschen Zeitschrift «Mein Zaubertopf» ihre Rezepte.

Letztes Jahr habe ich an ihrer «7 Days, 7 Breads Challenge» (7 Tage 7 Brote Aufforderung) teilgenommen.

Dabei wurde jeden Tag ein neues Brot von Sophie vorgestellt und gebacken und gleichzeitig ein eigener Sauerteig-Ansatz erstellt, den man natürlich zum Schluss auch zum Brotbacken verwendet hatte – aber hierzu ein andermal gerne mehr.

Sophie bietet einen guten Kundenservice; hat man Fragen an sie, bekommt man auch prompt eine Antwort. Mir als Kunden-Erfahrungs-Expertin gefällt natürlich eine solche Einstellung besonders.

Caffè Freddo – macht müde Mädels munter

Caffe Freddo.jpgKindheitserinnerungen überfluten mich. An heissen Sommerferientagen in Italien, mussten auch wie Siesta halten. Mittags war es sowieso zu heiss, um viel zu Unternehmen. Oft habe ich erst in einem Buch gelesen, etwas gemalt oder hab ganz einfach vor mich hingeträumt, bevor auch ich dem «dolce far niente» verfallen bin und schliesslich eingeschlafen bin. Verknautscht und schlaftrunken bin ich oft aufgewacht und brauchte eine Weile um wieder wach zu werden.

Dabei habe ich oft meine Mutter beobachtet, die genüsslich einen Espresso genossen, oft jedoch auch einen kalten Espresso mit Eis, der Ihr wohl auch half, nach ihrem Mittagsschlaf wieder wach zu werden. Natürlich musste ich da auch probieren und mit viel kalter Milch und etwas Zucker, schmeckte auch mir der kalte Espresso mit Eis.

Jetzt als Erwachsene und bekennender Coffee-Junkie kann ich mir nichts besseres Vorstellen, als an einem heissen Sonntagnachmittag genüsslich nachmittags im Garten unter dem Apfelbaum einen «caffè freddo» / Ice Café zu geniessen.

In den Italienischen Bars hatten sie oftmals bereits einen Kaffeesirup zu Hand, den sie mit Milch und Eis zu einem Caffè Freddo mixen konnten.

Hier nun mein Rezept für einen Kaffeesirup:

160 g Kaffeebohnen ( Ich benutzte entweder die Marken Illy oder Chicco D’oro )
700 g Wasser
1 Vanilleschote
200 g Zucker

Kaffeebohnen in den Mixtopf geben und 10 Sek. / Stufe 10 mahlen.

Wasser, das Mark der Vanilleschote, sowie die Schote selber, zugeben und 10 Min. / 100 Grad / Linkslauf / Stufe 2 aufkochen.

Umfüllen und 1 Stunde ziehen lassen.

Den Kaffee durch einen Filter oder Tuch giessen. Ich habe hier ein Passiertuch verwendet.

Den nun gefilterten Kaffee zurück in den Mixtopf geben und ggf. bis 400 g mit Wasser auffüllen.

Zucker zugeben und alles 30 Min. / Varoma / Stufe 1 ohne Messbecher einkochen lassen.
Den Gareinsatz als Spritzschutz aufsetzen.

Sofort in eine Flasche füllen und verschließen.

Für Eiscafé / Caffè Freddo:

200g Eiswürfel
150 g Milch
ca. 20 g Sirup

in den Mixtopf geben und alles für 40 Sek. / Stufe 10 mixen

Der Kaffeesirup ist aufgrund des hohen Zuckergehaltes lange haltbar.
In dichten Gläsern lässt sich der Sirup gut und gerne bis zu 6 Monaten aufbewahren.

Tipp: Den Kaffeesatz nicht wegwerfen, er kann für viellerlei verwendet werden.
Hält Wespen fern: Kaffeesatz in der Sonne trocknen lassen und in eine feuerfeste Schale geben. Bei Wespenalarm anzünden und die Wespen bleiben dem Ort des Geschehens fern.

Zu Körperpeeling verarbeiten: Mit etwas Olivenöl vermischen und damit den Körper gut einmassieren

Schnecken: Im Garten ausgestreuter getrockneter Kaffeesatz soll angeblich Schnecken fernhalten. (hab ich allerdings noch nicht ausprobiert.)

Dünger: Einfach in den Kompost geben – soll ein guter Dünger sein

Nachtrag (Achtung Werbung):

Falls Ihr Euren Kaffee noch aromatisieren wollt, empfehle ich den folgenden Artikel von Coffeeness.de zu lesen. Coffeeness Deutschland hat sich dazu verpflichtet Kaffee und all seine Aspekte zu testen:

Kaffee-Sirup

C’est très chic – Madeleines

Madeleines.jpgManchmal mag ich es elegant und nostalgisch. Zu Kaffee und Tee muss es für mich nicht immer dicke Torten geben. Das ist mir meist zu viel.  Oft wäre mir einfach ein kleines, süsses Häppchen lieber.

Madeleines gehören für mich in die Kategorie «elegant und nostalgisch». Lange galten sie als altbacken und waren aus den meisten Kaffeehäusern und Teestuben verschwunden. Doch 2017 erlebten diese süssen Muscheln eine Renaissance und plötzlich fand man auch die Backformen wieder überall in den Regalen.

Ich hatte mir eine Silikonbackform im Ausverkauf erstanden und hab mich auf die Suche nach einem Thermomix® geeigneten Rezept gemacht. Von mir leicht abgewandelt hier nun meine Version.

Madeleines, très chic:

4 Eier
1 EL Vanillezucker
90g Zucker
150g Mehl
1 TL Backpulver
125g flüssige Butter, abgekühlt
1 EL Burbon oder Amaretto
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Madeleine-Form fetten, Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. (Umluft 160 °C)
  2. Eier, Vanillezucker und Zucker im Mixtopf 3 Minuten auf Stufe 3-4 schaumig schlagen.
  3. Mehl und Backpulver zugeben und 1 Minute auf Stufe 3 unterrühren.
  4. Flüssige Butter und den Burbon zugeben und 30 Sekunden auf Stufe 3 unterrühren.
  5. In die Vertiefungen der Form jeweils 1-2 TL Teig geben und ca. 10 Minuten backen. Madeleines vor Entnahme aus der Form 5 Minuten abkühlen lassen. Form reinigen, neu fetten und die nächste Portion backen. Mit Puderzucker bestäuben.

Wer es sehr süss mag, darf auch gerne mehr Zucker nehmen.

Tipp für mehr Eleganz:
Ersetzt den Burbon doch mal mit einen Teelöffel, Lavendelblüten

Cremige Cashew Sahne

Milch bekommt nicht jedem und obwohl ich keine Veganerin bin, finde ich diese Sahnealternative einfach nur lecker.

Das Rezept stammt von meiner Schwägerin Jasmin und harmoniert wunderbar zu Espresso und Kaffee, kann aber auch als Sahneersatz an Saucen (z.bsp. Pilzrahmsauce) benutzt werden.

Frische Cashew-Sahne:

50g Cashew in Wasser in einem Schraubglas über Nacht (oder mind. 8 h) eingelegen. Am nächsten Morgen das Wasser abgiessen.

Die eingeweichten Nüsse mit einer Prise Salz und ein paar Tropfen Öl (gutes Raps-, Lein-, oder Sonnenblumenöl), 300g Wasser in den Mixtopf geben und für 2 Min. / Stufe 10 pürieren.

Die Sahne muss nicht filtriert werden, sondern kann so wie sie ist in eine Flasche abgefüllt werden und ist ca. 3-4 Tage haltbar.

Cashew Sahne