2g Hefe – Brot


Die Hefe ist knapp geworden in diesen Zeiten. Aber Zeit ist genug da, also sind lange Gärzeiten auch kein Problem. Etwas Geduld braucht es schon, aber ein Brot mit 2g Hefe ist gar nicht so schwer herzustellen.

Für folgendes Rezept braucht Ihr:

1. Eine grosse Schüssel/ Tupper mit Deckel. Wer keinen Deckel hat kann auch eine Frischhaltefolie oder saubere Duschhaube nehmen
2. ein Gärkörbchen oder alternativ eine runde Schüssel oder Sieb + Sauberes Handtuch
3. Ein Bäckermesser, eine Rasierklinge oder einfach ein scharfes Messer
4. Eventuell Teigkarte, oder Teigschaber
5. Backpapier
6. Ofenfester Topf mit Deckel (Gusseisen, Römertopf, oder Glas-Auflaufform)
7. Eine Sprayflasche mit klarem Wasser (oder ein Glas Wasser)

Zutaten:
2 g Frischhefe (ca. ein Reiskorn gross)
400 g Weissmehl + 150 g Roggenschrotmehl
(alternativ gehen auch 550g Halbweissmehl oder 550g Ruchmehl oder 400g Halbweissmehl + 150g Vollkornmehl…egal welches)
12 g Salz
400 g/dl Wasser, handwarm

Methode Thermomix:

1. TAG ABENDS:
1. 2g Hefe mit 400g Wasser in den Mixtopf geben und 1 Min./ 37°C / Stufe 2 vermischen
2. Mehl und Salz dazu und 2 Min. / Knetstufe mixen.
3. Den Teig in eine Schüssel/ Tupper geben – zudecken und über Nacht gären lassen. Der Raum sollte nicht zu warm sein.

2. TAG MORGENS:
Eine kleine Schüssel mit Wasser neben die Teigschüssel stellen, nun die Hände nass machen und den Teig von allen Seiten zur Mitte hin falten. Dazu den Teig am Rand anheben, etwas hochziehen und in die Mitte drücken. Teig Schüssel einen viertel drehen und das gleiche wieder holen, bis die Runde voll ist.
(Durch das Falten strecken sich die Glutenstränge und der Teig wird weniger klebrig und besser formbar)
Diesen Vorgang alle Stunde wiederholen – ca. 5-6 , mal. Teig sollte am Schluss von Blasen durchzogen sein und das Volumen sich verdoppelt haben.

2. TAG NACHMITTAGS:
Den Teig mit der Teigkarte/Schaber auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben (Holz oder Silikonmatte sind da bestens geeignet). Wieder von Aussen nach innen einschlagen, so dass eine möglichst straffe Kugel entsteht. Mit der Naht nach oben in ein bemehltes Gärkörbchen geben und Oberfläche auch gut bemehlen. Wer kein Gärkörbchen hat kann eine runde Schüssel oder Sieb mit einem sauberen Handtuch/Küchentuch belegen und dieses gut bemehlen) .
Das Gärkörbchen mit einer Duschhaube, einer Frischhaltefolie oder einem leicht feuchten Handtuch bedecken und den Teig nochmals 1 Stunde fermentieren lassen.
In dieser Zeit den Ofen auf 250°C aufheizen. (Wenn der Ofen nur 240°C hat dann reicht das auch) Ich heize meinen Gusseisentopf mit auf, muss man aber nicht umbedingt.

BACKEN:
Teig auf ein Backpapier stürzen und mehrmals einschneiden. Mit dem Backpapier in den Topf heben. Deckel drauf und in den Ofen geben. Mehrmals mit dem Wasserspray in den Ofen sprayen oder das Glas Wasser auf den heissen Ofenboden giessen. Die Türe des Ofens schnell schliessen und Brot 15 Min. bei geschlossenem Deckel und 250°C backen. Danach den Deckel entfernen (Achtung heiss, Ofenhandschuhe nicht vergessen) und nochmals 30 Min. bei 220°C backen.
Brot aus dem Ofen nehmen, auf ein Gitter stürzen und vollständig auskühlen lassen, bevor man es geniesst.

Methode Ohne Thermomix:

  1. TAG Abends:
    400g Wasser und 2g Hefe in eine Schüssel geben und mit einem Holzlöffel gut verrühren. Dann Mehl und Salz dazu geben und ca. 10 Minuten von Hand, oder 5-10 min. mit der Küchenmaschine kneten.
    die restlichen Schritte bleiben sich gleich.

Ich wünsche gutes gelingen – bleibt gesund!

Hübsche Knopfsemmerl

Beim surfen durchs Netz habe ich diese Knopfsemmerl entdeckt und fand sie so hübsch, dass ich sie gleich ausprobieren musste.

Sie sind mir, wie ich finde, sehr gut gelungen und schmecken wirklich sehr sehr gut.

Hier mein Rezept:

KNOPFSEMMERL

200 g Knöpflimehl
310 g Wasser

  1. zusammen in den Mixtopf geben und 20 Sek. / Stufe 3,5 vermischen. Dann im Topf  ca. 30-60 Min. quellen lassen.

20 g Hefe (halber Hefewürfel)  oder 7 g Trockenhefe (1 Päckli)
1 TL Backmalz (oder mit Zucker oder Honig ersetzen)
1 TL Honig
300 g Halbweissmehl
2 TL Salz
60 g Butter in kleinen Stücken

2. In dieser Reihenfolge in den Mixtopf geben und für 2 Min. / Teigknetstufe kneten. Teig in eine Schüssel umfüllen, abdecken und für 1 1/2 – 2 Stunden ums doppelte gehen lassen.
3. Teig in 10 Portionen teilen und jedes Teigstück in einen ca. 35 cm langen Teigstrang rollen. Dieser zu einer Schlaufe formen und die Enden um die Schlaufe wickeln ein Ende als kleinen „Gupf“ aus der Mitte herausgucken lassen. ( Dieses Video zeigt das ganz gut) In etwas Knöpflimehl bestreuen und auf ein mit Papier belegtes Backblech legen.
4. Zugedeckt weitere 30 Min. gehen lassen.
5. In dieser Zeit den Ofen auf 220°C Ober-Unterhitze (oder 200°C Umluft) vorheizen.
6. Semmelrn in den Ofen schieben und dabei mit einer Sprayflasche etwas Wasser in den heissen Ofen schieben. Alternativ ca. 1/2 Glas Wasser auf den Backofenboden giessen.
7. Die Knopfsemmerln 25 Min. backen.
8. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

 

Mama hustet – Hilfe naht

Ich bin kein Kräuterexperte und keine Heilpraktikerin, keine Kräuterhexe (auch wenn ich das gern wäre) und keine Ärztin. Aber ich glaube an die Kraft der Kräuter und der Natur.

Ich weiss, dass eine selber hergestellte Hühnersuppe mir bei Grippe und Influenza hilft. Einige nennen diese ja auch Jüdisches Antibiotikum.

Es fasziniert mich zu lesen, dass Indische Frauen ihre Gerichte und Gewürzmischungen nach den Befindlichkeiten ihrer Familie anpassen.

Auch die berühmte Hildegard von Bingen nutzte Kräuter um Menschen zu helfen.

Trotzdem hier noch der Hinweis:
Hausmittel, auch wenn sie noch so gut sind, ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder qualifizierten Heilpraktiker, wenn man krank ist.

Schaue ich nun die Hustensäfte in den Regalen an, ist auch da meist Salbei, Thymian und Spitzwegerich enthalten – aber oft auch viele Emulgatoren etc. Darum hab ich mich mal schlau gemacht, was man den früher so gegen Husten gemacht hat und welche Kräuter und Hustensiruprezepte es gibt, die man selber herstellen kann. Natürlich wollte ich dazu auch meinen Thermomix® nutzen.

Wenn meine Mutter hustet, bittet sie mich nun ihr meinen Hustensaft zu machen. Diesen hab ich nun noch etwas verfeinert, den er schmeckte wegen der Zwiebeln wirklich nicht grade toll. Hier nun meine Mischung und das Rezept:

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Mama’s Husensaft

4 Zwiebeln, halbiert
6 Stängel Griechischen Bergtee
2 Esslöffel Thymian
2 Esslöffel Salbei
2 Esslöffel Spitzwegerich
200 g braunen Kandiszucker
400 g Wasser

  1. Zwiebel in den Mixtopf geben und für 4 Sek. / Stufe 5 zerkleinern.
  2.  Restliche Zutaten dazu und 7 Min. / 100°C / Stufe 1 köcheln lassen
  3. Durch ein Sieb in eine saubere, evtl. sterilisierte, Glasflasche abseien
  4. Löffelweise über den Tag verteilt zu sich nehmen, oder mit etwas Wasser verdünnt trinken und gurgeln.
  5. Flasche im Kühlschrank lagern.
  6. Der Sirup sollte dank des Zuckers im Kühlschrank lange haltbar sein.

Achtung: wegen der Zwiebeln kann der Mixtopf und speziell der Mixtopfdeckel etwas riechen. Diesen möglichst schnell auswaschen, eventuell mit etwas Apfelessig oder einer halbierten Zitrone ausreiben und offen liegen lassen, so dass die Gerüche sich verziehen können. Falls die Sonne scheint, den Deckel für eine halbe Stunde in die sonne legen.

Wohl bekomms und gute Besserung!

Die Kräuter habe ich online bei https://www.herbisnatura.de bestellt.

Warum diese Kräuter?

Thymian:
Das ätherische Öl des Thymians (Thymol), hemmt das Wachstum von Bakterien und Viren und gehört deshalb zu den wichtigsten Mitteln gegen Husten, Erkältungskrankheiten und Bronchitis. Zum Gurgeln verwendet, lindert er Halsschmerzen, die durch Entzündungen im Rachenraum ausgelöst wurden.

Spitzwegerich:
Der Spitzwegerich hilft sehr gut bei Katarrhen der Atemwege und Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Besonders die in der krautigen Pflanze enthaltenen Schleim- und Gerbstoffe sollen antibakteriell und hustenlösend wirken. 

Salbei:
Die Heilwirkung des Salbeis steckt in den fleischigen Blättern, die reich an ätherischen Ölen und Bitterstoffen sind. Die ätherischen Öle Cineol und Camphen regen die Durchblutung an, wirken desinfizierend und keimtötend. Bei Husten löst Salbeitee so die Verschleimung in den Atemwegen und wirkt antibakteriell.

Griechischer Bergtee:
Auch Hirtentee, Griechisches Eisenkraut oder Olympischer Bergtee genannt.
Neben der antibakteriellen Eigenschaft, wirkt griechischer Tee auch schleimlösend und kann dich so bei Husten und Schnupfen unterstützen.

Zwiebel:
Zwiebel-Hustensaft wirkt stark schleimlösend, entzündungshemmend, keimtötend und immunstärkend. Die Zwiebel enthält scharf riechende ätherische Öle, schwefelhaltige Verbindungen, Flavonoide und reichlich Vitamine.

Ist die Natur nicht toll?
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Der Geschmack Sardiniens – FENCHELWURST RAGU

F9F2B00C-73B2-49ED-97BE-AF0B501BCE8D_1_201_aGerade hab ich unsere nächsten Ferien in Sardinien gebucht, mit einer Freundin über die vielen wilden Kräuter, wie der Thymian und der wilde Fenchel, die auf dieser wunderschönen Insel wachsen, geschwelgt, und schon gelüstete es mich zu kochen. Zur Abwechslung mal „the old fashioned way“ – ganz ohne Thermomix® und das bewusst. Wenn ich Zeit habe, dann mach ich das ganz gerne.

Als erstes habe ich die Malloreddus oder Gnocchi Sardi hergestellt. Mein Mann hat mir dafür ein tolles Pasta-Holzbrett besorgt. Das Rigagnocchi, oder Rillenbrett, hab ich bei einem früheren Besuch in Italien mal gekauft, aber man findet es sicher auch in einem Fachgeschäft oder Online. Aber die Gnocchi Sardi kann man auch fertig kaufen und das alleine bringt mir den Geschmack Sardiniens nicht auf den Teller.

Was also ist typisch für ein Sardisches Ragu? Man ist dort viel Schwein, oder besser die kleinen Wildschweine, aber auch Schaf und Ziegen. Was auch viel verwendet wird ,ist wilder Fenchel. Von dem ich letzten Sommer zwar etwas in meiner Kräuterspirale hatte, aber jetzt im Winter? Ich muss also improvisieren. Auf Schaf und Ziege hab ich keine Lust und die Wildschweine hier, sind auch nicht einfach zu bekommen und schmecken sicher auch anders als die kleinen Sardischen.

Eigentlich wollte ich daher auf eine Salsiccia Ticinese, welche ich letzte Woche in der Migros gesehen hatte zurückgreifen, aber natürlich gabs diese genau heute nicht. Also musste es eine einfache grobe Schweinsbratwurst sein. Wilder Fenchel ersetzte ich mit normalem Fenchelsaat. Der ist auch nicht immer einfach zu finden – nehmt einfach Fenchelteebeutel und benutzt die darin enthaltenen Samen, geht auch.

Für die Säure hab ich etwas roten Balsamico Essig verwendet, den man aber auch mit Rotwein ersetzten kann. Um der Sauce etwas Wärme und Süsse zu geben hab ich von einer Italienischen Mama gelernt, dass sie ihrem Sugo auch etwas Zimt und Nelkenpulver hinzugibt. Als Gewürzjunkie bin ich natürlich ein Fan davon.

Hier also mein Sardisches Fenchelwurst-Ragu:

Gutes Olivenöl, extra Virgine
2 grobe Schweinsbratwürste (geschält, und in kleine Stücke gerupft)
2 Zwiebeln in Würfeln
1 Knoblauchzehe in Würfelchen
2 EL Fenchel (wer hat wilden) – im Mörser gemahlen
2 EL Tomatenmark
50 ml roter Balsamico Essig oder 100g Rotwein
2 Dosen gehackte Tomaten
etwas Wasser, um die Dosen auszuspülen
Salz und Pfeffer
1 Prise Nelkenpulver
2 Prisen Zimt
2 Bund Basilikum

1. Eine Pfanne heiss werden lassen und grosszügig Olivenöl hineingeben. Sobald dieses heiss ist, die verrupfte Wurst darin bräunen und mit einem Holzlöffel weiter zerkleinern.

2. Zwiebeln, Knoblauch und der gemahlenen Fenchel dazugeben und diese 2-3 Minuten glasig dünsten. Hier könnt ihr auch bereits etwas Salz hinzugeben.

3. Das Tomatenmark dazugeben und gut mitrösten, bevor ihr das Ganze mit dem Acceto oder dem Rotwein ablöscht und die Röststoffe am Pfannenboden löst.

4. Die Tomaten hinzugeben. Eine Dose gut ein viertel mit Wasser füllen, schwenken und das Wasser dann in die andere Dose zum ausschwenken umfüllen. Dieses Tomatenwasser mit in die Pfanne geben.

5. Nelkenpulver, Zimt und 1 Bund Basilikum, Salz und wenig Pfeffer zugeben. Basilikum bitte ganz hineingeben und nicht zerschneiden oder Blätter abrupfen.

6. Für die Ungeduldigen, die Sauce auf hohem Feuer eine halbe Stunde weiterköcheln lassen, gelegentlich umrühren und gegebenenfalls etwas Wasser nachgiessen.
Für die Geduldigen, Hitze reduzieren und das Ragu ca. 2 Stunden auf kleinem Feuer garen lassen, Auch hier ab und zu mal umrühren und gegebenfalls etwas Wasser nachgiessen.

7. Noch etwas frischen Pfeffer dazugeben und wenn nötig noch nachsalzen.

7. Das Ragu mit den Malloreddus/Gnocchi Sardi schichtweise in eine Schüssel geben,  1 Bund Basilikum in Streifen schneiden und darüber streuen und mit Peccorino-Käse oder Parmigiano servieren.

Buon Apetito!

 

 

Resteverwertung vom Feinsten – Kartoffelbrot aus Kartoffelpüree

Wem ist das nicht auch schon passiert. Man kocht ein feines Kartoffelpüree und hat sich in der Menge vertan. Was nun mit dem Rest machen? Klar, man könnte einen Shepherds-Pie machen, oder einen gedeckten Fisch-Auflauf, Kroketten, Pommes Duchesse oder Gnocchi. Ich wollte heute jedoch Brot backen und hab daher das Püree nun dafür verwendet.
 

Kartoffelbrot – Karla

 
300 g Kartoffelpüree, ausgekühlt
15 g Salz
1 EL Honig oder Agavendicksaft (ca 12g)
1 EL Heller Balsamicoessig
1 EL Olivenöl
450 g Dinkelmehl, hell
300 g Dinkelruchmehl
(beide Mehle können auch durch Weizenmehl ersetzt werden)
340 g Wasser, lauwarm
15 g frische Hefe, zerkrümelt
Alles zusammen in den Mixtopf geben und für 3 Min. / Teigknetstufe kneten lassen.
In eine mit Olivenöl eingeölten Schüssel geben und zugedeckt 1-2 Stunden gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
Nun auf einem leicht bemehlten Brett oder Silikonmatte mehrmals Falten. Dazu den Teig erst etwas leicht flach drücken, dann erst das obere Drittel nach unten einfalten, den Teig um einen viertel drehen, wieder falten und diesen Vorgang noch 2 mal wiederholen. Teig einige Minuten zugedeckt auf bemehltem Untergrund ruhen lassen. Nun Teig fertig formen.
Runde Form:
Teig nochmals leicht flach drücken, und den Teig von aussen in die Mitte hinein falten, drehen und falten. Dieser Vorgang kann solange fortgeführt werden, bis man merkt, dass der Teig unten spannt. Da bei mir der Teig sehr weich und feucht war, dauerte dieser Vorgang recht lange.
Teig mit Dinkel ist in der Regel schwieriger zu bearbeiten als mit Weizen, da sich hier die Glutenstränge nicht so gut entwickeln. Versucht dennoch nicht übermässig Mehl zu benutzen. Wenn der Teig zu klebrig ist, muss er vor allem noch etwas länger gehalten werden. Also einfach Geduld und weiter falten.
Jedoch bitte nicht solange, bis er reisst. Teig umdrehen und mit den Handkanten noch etwas ziehen – dies wird sehr schön, in diesem Video angezeigt.
Ovale Form:
den Teig seitlich etwas auseinander ziehen. Dann jeweils erst links, dann rechts zu einem Drittel in die Mitte falten. Nochmals etwas flach drücken. Unten den Teig nochmals etwas auseinander ziehen. Dann von oben nach unten einrollen und festdrücken, wieder rollen und festdrücken, bis man unten angekommen. ist. Auch hier habe ich ein gutes Video gefunden, welches den Vorgang gut zeigt:
So jetzt den Teig in einen Römertopf, eine Glas-Auflaufform, oder einen Gusseisentopf e.g. Le Creuset, Lodge oder Zwilling (hier würde ich ein Backpapier unterlegen)  geben, etwas bemehlen und mit dem Deckel verschliessen. Den Ofen auf 240°C vorheizen. Jetzt den Deckel nochmals entfernen und mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge ca. 1,5 cm tief einschneiden.  Deckel wieder drauf und für ca. 50-60 Min backen. Wem das Brot noch nicht braun genug ist, kann es ohne Deckel noch einige Minuten nach bräunen lassen. Bei mir war das Brot jedoch braun genug.
Achtung Topf ist sehr heiss. Handschuhe oder gute Topflappen verwenden, wenn ihr den Topf aus dem Ofen holt. Stellt den Topf erst auf ein Gitter und kippt nach ca. 5 Min. das Brot ebenfalls auf ein Gitter um es ganz auskühlen zu lassen.
Tipp: wenn ihr das Brot aus dem Ofen geholt habt, haltet Euer Ohr an die Kruste und hört wie es knackt – ist das nicht ein schönes Geräusch? Riecht auch an dem Brot – ist das nicht ein toller Geruch?
Ich weiss, man ist versucht, das Brot gleich anzuschneiden und zu geniessen – macht das bitte nicht, das Brot bäckt noch nach und die noch enthaltene Flüssigkeit würde verpuffen/verdampfen, auch würde das Brot innen, die Krume, pampig werden. Lasst es auskühlen oder wartet zumindest bis es nur noch leicht lauwarm ist.
Lasst es Euch schmecken!

Saftiges Zimt-Henderl, schonend dampfgegart, dazu Zitronen-Thymian-Vodka-Risotto – Ein Festschmaus!

Ein Plädoyer auf den Varoma!

Immer wieder höre ich, dass Thermomix® Besitzer ihren Varoma nicht, oder sehr wenig benutzen oder neue Kunden sich nicht vorstellen können, dass man damit auch Fleisch garen kann. Dabei ist der Varoma eine wirklich tolle Erfindung.

Nicht nur kann man damit Gemüse schonend dampfgaren, sondern auch Fisch und Fleisch oder Knödel, Dim Sums etc. kochen.

Viele sind sich nicht mal bewusst, dass man den Varoma als Sieb nutzen kann, zum Beispiel als Salatsieb oder auch zum Pasta abzugiessen.

Ich finde ja, dass sich der Eigengeschmack des Gemüses im Varoma gegart noch besser entwickelt, dass Fleisch und Fisch zwar nicht so viele Röststoffe haben, dafür aber auch nicht austrocknet, wie es oft passiert, wenn diese in der Pfanne oder dem Ofen gegart werden und dass Knödel und Co. perfekt gegart werden.

Zudem kann man mit dieser Gar-Methode auch viel Fett einsparen und oft gleichzeitig auch noch eine Sauce oder Gemüse und Reis garen, also ein ganzes Menu. Das beste daran, während des Garens, habt ihr Zeit – viel Zeit. Ein kostbares Gut, dass jeder gut gebrauchen kann.

Also mein Bitte an Euch, verbannt den Varoma nicht in eine dunkle Küchenecke, sondern probiert ihn aus und entdeckt neue Kochmöglichkeiten für Euch. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Eines meiner Lieblingsrezepte ist das garen eines ganzen Hühnchens. Es bleibt sehr saftig und zart. Zum Schluss kann es im Ofen noch gebräunt werden. Ein tolles, leichtes Essen für jede Gelegenheit. Einfach mit einem einfachen Salat genossen, oder mit einem feinen Thymian-Zitronen-Risotto kredenzt, wird es sicher auch Ihre Gäste begeistern.

Saftiges Zimt-Henderl

1 ganzes Hähnchen
1/2 Zitrone, In Stücken
1 Knoblauchzehe, halbiert
1 Stangensellerie, In Stücken
1/2 Zwiebel, In Stücken

30 g Honig
20 g Olivenöl
1 TL Zimt
Salz., Nach Geschmack
1 TL Paprikapulver
Pfeffer, Nach Geschmack
1,5 Liter Wasser

ZUBEREITUNG

1. Das Hähncheninnere waschen und trocken tupfen und mit Zitrone, Sellerie, Zwiebel und Knoblauch füllen.
2. Honig, Öl und Gewürze in den Mixtopf geben und 20 sec auf Stufe 5 verrühren.
3. Mit dieser Marinade das Hähnchen einpinseln und in den Varoma legen.
4. Wasser in den Mixtopf geben, Varoma aufsetzen und 70 min /Varoma/Stufe 2 garen.
5. Um eine goldbraune Haut zu bekommen, wird das Hähnchen anschließend bei 220°C im Backofen 10-15 min geröstet.

Zitronen-Thymian-Vodka-Risotto

1 Zitrone, (Bio)
100 g Butter
1 EL Olivenöl
4 Frühlingszwiebeln oder junge Schalotten
2 Stück Knoblauchzehen frisch
2 EL Thymian
80 g Parmesan
320 g Risotto-Reis, Arborio
200 g Weisswein, trocken
750 g heiße Gemüsebrühe, oder Hühnerbrühe
1 EL Vodka
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
GARNITUR: Thymianzweige und feine Streifen Zitronenschale

ZUBEREITUNG

1. Die Schale von den Zitronen abreiben. Die Zitronen auf einem Brettchen feste hin und her rollen und ca. 20 g auspressen. Saft und Schale beiseite stellen.
2. Parmesan zusammen mit den Thymianblätter in den Mixtopf geben, 10 Sek./Stufe 10 zerkleinern, umfüllen und Mixtopf spülen.
3. Schalotten und Knoblauch 5 Sek./Stufe 6 zerkleinern und mit dem Spatel nach unten schieben.
4. 1/3 (65g) der Butter und ein EL Olivenöl dazugeben 3 Min./ Varoma/Umkehrstufe 1 /100 °C andünsten.
5. Den Risottoreis zugeben 3 Min./Umkehrstufe 1 bei 100 °C andünsten.
6. Mit Weißwein ablöschen, 2 Min./100 °C/ Umkehrstufe 1 erwärmen.
7. Warme Brühe und Zitronensaft zugeben, mit der Spatel einmal über den Mixtopfboden rühren um den Reis zu lösen.
8. 13 Min./100°/ Umkehr-Sanftrürstufe (Löffel) garen. Den Aufsatz ( Messbecher) die ganze Zeit weglassen. dabei den Gareinsatz als Spritzschutz auf den Mixtopfdeckel stellen.
9. Restliche Butter(35g), Zitronenschale, Vodka Thymian und den Parmesan zugeben.20 Sek./ Umkehrstufe /Stufe 3 verrühren und kurz ziehen lassen. ( evtl. mit Spachtel kurz duchrühren)
10. Abschmecken und gut mit Salz und Pfeffer würzen. Das Risotto zugedeckt ein ein paar Minuten ruhen lassen.
11. Mit Thymianzweigen und fein geschnittener Zitronenschale garniert servieren.

Dekoriert mit einigen Tannen- oder Fichtenzweigen – ein richtiger Festschmaus!

Frohe und stressfreie Festtage wünsch ich Euch!

Herzlich, Karin