Der Geschmack Sardiniens – FENCHELWURST RAGU

F9F2B00C-73B2-49ED-97BE-AF0B501BCE8D_1_201_aGerade hab ich unsere nächsten Ferien in Sardinien gebucht, mit einer Freundin über die vielen wilden Kräuter, wie der Thymian und der wilde Fenchel, die auf dieser wunderschönen Insel wachsen, geschwelgt, und schon gelüstete es mich zu kochen. Zur Abwechslung mal „the old fashioned way“ – ganz ohne Thermomix® und das bewusst. Wenn ich Zeit habe, dann mach ich das ganz gerne.

Als erstes habe ich die Malloreddus oder Gnocchi Sardi hergestellt. Mein Mann hat mir dafür ein tolles Pasta-Holzbrett besorgt. Das Rigagnocchi, oder Rillenbrett, hab ich bei einem früheren Besuch in Italien mal gekauft, aber man findet es sicher auch in einem Fachgeschäft oder Online. Aber die Gnocchi Sardi kann man auch fertig kaufen und das alleine bringt mir den Geschmack Sardiniens nicht auf den Teller.

Was also ist typisch für ein Sardisches Ragu? Man ist dort viel Schwein, oder besser die kleinen Wildschweine, aber auch Schaf und Ziegen. Was auch viel verwendet wird ,ist wilder Fenchel. Von dem ich letzten Sommer zwar etwas in meiner Kräuterspirale hatte, aber jetzt im Winter? Ich muss also improvisieren. Auf Schaf und Ziege hab ich keine Lust und die Wildschweine hier, sind auch nicht einfach zu bekommen und schmecken sicher auch anders als die kleinen Sardischen.

Eigentlich wollte ich daher auf eine Salsiccia Ticinese, welche ich letzte Woche in der Migros gesehen hatte zurückgreifen, aber natürlich gabs diese genau heute nicht. Also musste es eine einfache grobe Schweinsbratwurst sein. Wilder Fenchel ersetzte ich mit normalem Fenchelsaat. Der ist auch nicht immer einfach zu finden – nehmt einfach Fenchelteebeutel und benutzt die darin enthaltenen Samen, geht auch.

Für die Säure hab ich etwas roten Balsamico Essig verwendet, den man aber auch mit Rotwein ersetzten kann. Um der Sauce etwas Wärme und Süsse zu geben hab ich von einer Italienischen Mama gelernt, dass sie ihrem Sugo auch etwas Zimt und Nelkenpulver hinzugibt. Als Gewürzjunkie bin ich natürlich ein Fan davon.

Hier also mein Sardisches Fenchelwurst-Ragu:

Gutes Olivenöl, extra Virgine
2 grobe Schweinsbratwürste (geschält, und in kleine Stücke gerupft)
2 Zwiebeln in Würfeln
1 Knoblauchzehe in Würfelchen
2 EL Fenchel (wer hat wilden) – im Mörser gemahlen
2 EL Tomatenmark
50 ml roter Balsamico Essig oder 100g Rotwein
2 Dosen gehackte Tomaten
etwas Wasser, um die Dosen auszuspülen
Salz und Pfeffer
1 Prise Nelkenpulver
2 Prisen Zimt
2 Bund Basilikum

1. Eine Pfanne heiss werden lassen und grosszügig Olivenöl hineingeben. Sobald dieses heiss ist, die verrupfte Wurst darin bräunen und mit einem Holzlöffel weiter zerkleinern.

2. Zwiebeln, Knoblauch und der gemahlenen Fenchel dazugeben und diese 2-3 Minuten glasig dünsten. Hier könnt ihr auch bereits etwas Salz hinzugeben.

3. Das Tomatenmark dazugeben und gut mitrösten, bevor ihr das Ganze mit dem Acceto oder dem Rotwein ablöscht und die Röststoffe am Pfannenboden löst.

4. Die Tomaten hinzugeben. Eine Dose gut ein viertel mit Wasser füllen, schwenken und das Wasser dann in die andere Dose zum ausschwenken umfüllen. Dieses Tomatenwasser mit in die Pfanne geben.

5. Nelkenpulver, Zimt und 1 Bund Basilikum, Salz und wenig Pfeffer zugeben. Basilikum bitte ganz hineingeben und nicht zerschneiden oder Blätter abrupfen.

6. Für die Ungeduldigen, die Sauce auf hohem Feuer eine halbe Stunde weiterköcheln lassen, gelegentlich umrühren und gegebenenfalls etwas Wasser nachgiessen.
Für die Geduldigen, Hitze reduzieren und das Ragu ca. 2 Stunden auf kleinem Feuer garen lassen, Auch hier ab und zu mal umrühren und gegebenfalls etwas Wasser nachgiessen.

7. Noch etwas frischen Pfeffer dazugeben und wenn nötig noch nachsalzen.

7. Das Ragu mit den Malloreddus/Gnocchi Sardi schichtweise in eine Schüssel geben,  1 Bund Basilikum in Streifen schneiden und darüber streuen und mit Peccorino-Käse oder Parmigiano servieren.

Buon Apetito!

 

 

Resteverwertung vom Feinsten – Kartoffelbrot aus Kartoffelpüree

Wem ist das nicht auch schon passiert. Man kocht ein feines Kartoffelpüree und hat sich in der Menge vertan. Was nun mit dem Rest machen? Klar, man könnte einen Shepherds-Pie machen, oder einen gedeckten Fisch-Auflauf, Kroketten, Pommes Duchesse oder Gnocchi. Ich wollte heute jedoch Brot backen und hab daher das Püree nun dafür verwendet.
 

Kartoffelbrot – Karla

 
300 g Kartoffelpüree, ausgekühlt
15 g Salz
1 EL Honig oder Agavendicksaft (ca 12g)
1 EL Heller Balsamicoessig
1 EL Olivenöl
450 g Dinkelmehl, hell
300 g Dinkelruchmehl
(beide Mehle können auch durch Weizenmehl ersetzt werden)
340 g Wasser, lauwarm
15 g frische Hefe, zerkrümelt
Alles zusammen in den Mixtopf geben und für 3 Min. / Teigknetstufe kneten lassen.
In eine mit Olivenöl eingeölten Schüssel geben und zugedeckt 1-2 Stunden gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
Nun auf einem leicht bemehlten Brett oder Silikonmatte mehrmals Falten. Dazu den Teig erst etwas leicht flach drücken, dann erst das obere Drittel nach unten einfalten, den Teig um einen viertel drehen, wieder falten und diesen Vorgang noch 2 mal wiederholen. Teig einige Minuten zugedeckt auf bemehltem Untergrund ruhen lassen. Nun Teig fertig formen.
Runde Form:
Teig nochmals leicht flach drücken, und den Teig von aussen in die Mitte hinein falten, drehen und falten. Dieser Vorgang kann solange fortgeführt werden, bis man merkt, dass der Teig unten spannt. Da bei mir der Teig sehr weich und feucht war, dauerte dieser Vorgang recht lange.
Teig mit Dinkel ist in der Regel schwieriger zu bearbeiten als mit Weizen, da sich hier die Glutenstränge nicht so gut entwickeln. Versucht dennoch nicht übermässig Mehl zu benutzen. Wenn der Teig zu klebrig ist, muss er vor allem noch etwas länger gehalten werden. Also einfach Geduld und weiter falten.
Jedoch bitte nicht solange, bis er reisst. Teig umdrehen und mit den Handkanten noch etwas ziehen – dies wird sehr schön, in diesem Video angezeigt.
Ovale Form:
den Teig seitlich etwas auseinander ziehen. Dann jeweils erst links, dann rechts zu einem Drittel in die Mitte falten. Nochmals etwas flach drücken. Unten den Teig nochmals etwas auseinander ziehen. Dann von oben nach unten einrollen und festdrücken, wieder rollen und festdrücken, bis man unten angekommen. ist. Auch hier habe ich ein gutes Video gefunden, welches den Vorgang gut zeigt:
So jetzt den Teig in einen Römertopf, eine Glas-Auflaufform, oder einen Gusseisentopf e.g. Le Creuset, Lodge oder Zwilling (hier würde ich ein Backpapier unterlegen)  geben, etwas bemehlen und mit dem Deckel verschliessen. Den Ofen auf 240°C vorheizen. Jetzt den Deckel nochmals entfernen und mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge ca. 1,5 cm tief einschneiden.  Deckel wieder drauf und für ca. 50-60 Min backen. Wem das Brot noch nicht braun genug ist, kann es ohne Deckel noch einige Minuten nach bräunen lassen. Bei mir war das Brot jedoch braun genug.
Achtung Topf ist sehr heiss. Handschuhe oder gute Topflappen verwenden, wenn ihr den Topf aus dem Ofen holt. Stellt den Topf erst auf ein Gitter und kippt nach ca. 5 Min. das Brot ebenfalls auf ein Gitter um es ganz auskühlen zu lassen.
Tipp: wenn ihr das Brot aus dem Ofen geholt habt, haltet Euer Ohr an die Kruste und hört wie es knackt – ist das nicht ein schönes Geräusch? Riecht auch an dem Brot – ist das nicht ein toller Geruch?
Ich weiss, man ist versucht, das Brot gleich anzuschneiden und zu geniessen – macht das bitte nicht, das Brot bäckt noch nach und die noch enthaltene Flüssigkeit würde verpuffen/verdampfen, auch würde das Brot innen, die Krume, pampig werden. Lasst es auskühlen oder wartet zumindest bis es nur noch leicht lauwarm ist.
Lasst es Euch schmecken!

Saftiges Zimt-Henderl, schonend dampfgegart, dazu Zitronen-Thymian-Vodka-Risotto – Ein Festschmaus!

Ein Plädoyer auf den Varoma!

Immer wieder höre ich, dass Thermomix® Besitzer ihren Varoma nicht, oder sehr wenig benutzen oder neue Kunden sich nicht vorstellen können, dass man damit auch Fleisch garen kann. Dabei ist der Varoma eine wirklich tolle Erfindung.

Nicht nur kann man damit Gemüse schonend dampfgaren, sondern auch Fisch und Fleisch oder Knödel, Dim Sums etc. kochen.

Viele sind sich nicht mal bewusst, dass man den Varoma als Sieb nutzen kann, zum Beispiel als Salatsieb oder auch zum Pasta abzugiessen.

Ich finde ja, dass sich der Eigengeschmack des Gemüses im Varoma gegart noch besser entwickelt, dass Fleisch und Fisch zwar nicht so viele Röststoffe haben, dafür aber auch nicht austrocknet, wie es oft passiert, wenn diese in der Pfanne oder dem Ofen gegart werden und dass Knödel und Co. perfekt gegart werden.

Zudem kann man mit dieser Gar-Methode auch viel Fett einsparen und oft gleichzeitig auch noch eine Sauce oder Gemüse und Reis garen, also ein ganzes Menu. Das beste daran, während des Garens, habt ihr Zeit – viel Zeit. Ein kostbares Gut, dass jeder gut gebrauchen kann.

Also mein Bitte an Euch, verbannt den Varoma nicht in eine dunkle Küchenecke, sondern probiert ihn aus und entdeckt neue Kochmöglichkeiten für Euch. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Eines meiner Lieblingsrezepte ist das garen eines ganzen Hühnchens. Es bleibt sehr saftig und zart. Zum Schluss kann es im Ofen noch gebräunt werden. Ein tolles, leichtes Essen für jede Gelegenheit. Einfach mit einem einfachen Salat genossen, oder mit einem feinen Thymian-Zitronen-Risotto kredenzt, wird es sicher auch Ihre Gäste begeistern.

Saftiges Zimt-Henderl

1 ganzes Hähnchen
1/2 Zitrone, In Stücken
1 Knoblauchzehe, halbiert
1 Stangensellerie, In Stücken
1/2 Zwiebel, In Stücken

30 g Honig
20 g Olivenöl
1 TL Zimt
Salz., Nach Geschmack
1 TL Paprikapulver
Pfeffer, Nach Geschmack
1,5 Liter Wasser

ZUBEREITUNG

1. Das Hähncheninnere waschen und trocken tupfen und mit Zitrone, Sellerie, Zwiebel und Knoblauch füllen.
2. Honig, Öl und Gewürze in den Mixtopf geben und 20 sec auf Stufe 5 verrühren.
3. Mit dieser Marinade das Hähnchen einpinseln und in den Varoma legen.
4. Wasser in den Mixtopf geben, Varoma aufsetzen und 70 min /Varoma/Stufe 2 garen.
5. Um eine goldbraune Haut zu bekommen, wird das Hähnchen anschließend bei 220°C im Backofen 10-15 min geröstet.

Zitronen-Thymian-Vodka-Risotto

1 Zitrone, (Bio)
100 g Butter
1 EL Olivenöl
4 Frühlingszwiebeln oder junge Schalotten
2 Stück Knoblauchzehen frisch
2 EL Thymian
80 g Parmesan
320 g Risotto-Reis, Arborio
200 g Weisswein, trocken
750 g heiße Gemüsebrühe, oder Hühnerbrühe
1 EL Vodka
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
GARNITUR: Thymianzweige und feine Streifen Zitronenschale

ZUBEREITUNG

1. Die Schale von den Zitronen abreiben. Die Zitronen auf einem Brettchen feste hin und her rollen und ca. 20 g auspressen. Saft und Schale beiseite stellen.
2. Parmesan zusammen mit den Thymianblätter in den Mixtopf geben, 10 Sek./Stufe 10 zerkleinern, umfüllen und Mixtopf spülen.
3. Schalotten und Knoblauch 5 Sek./Stufe 6 zerkleinern und mit dem Spatel nach unten schieben.
4. 1/3 (65g) der Butter und ein EL Olivenöl dazugeben 3 Min./ Varoma/Umkehrstufe 1 /100 °C andünsten.
5. Den Risottoreis zugeben 3 Min./Umkehrstufe 1 bei 100 °C andünsten.
6. Mit Weißwein ablöschen, 2 Min./100 °C/ Umkehrstufe 1 erwärmen.
7. Warme Brühe und Zitronensaft zugeben, mit der Spatel einmal über den Mixtopfboden rühren um den Reis zu lösen.
8. 13 Min./100°/ Umkehr-Sanftrürstufe (Löffel) garen. Den Aufsatz ( Messbecher) die ganze Zeit weglassen. dabei den Gareinsatz als Spritzschutz auf den Mixtopfdeckel stellen.
9. Restliche Butter(35g), Zitronenschale, Vodka Thymian und den Parmesan zugeben.20 Sek./ Umkehrstufe /Stufe 3 verrühren und kurz ziehen lassen. ( evtl. mit Spachtel kurz duchrühren)
10. Abschmecken und gut mit Salz und Pfeffer würzen. Das Risotto zugedeckt ein ein paar Minuten ruhen lassen.
11. Mit Thymianzweigen und fein geschnittener Zitronenschale garniert servieren.

Dekoriert mit einigen Tannen- oder Fichtenzweigen – ein richtiger Festschmaus!

Frohe und stressfreie Festtage wünsch ich Euch!

Herzlich, Karin

Zitronen und Rosmarin gegen den Winterblues

 

Jedes Jahr, wenn die Zeit auf Winterzeit umgestellt wird und die Abende kürzer werden, bekomme ich den Winterblues. Ich brauche dann eine Erinnerung daran, wie der Sommer riecht; etwas das nach warmen Tagen schmeckt, mich an den Süden und die Sonne erinnert.

Rosmarin erinnert mich an meinen letzten Toskana Urlaub, wo er in riesigen Büschen am Wegesrand zu dem Restaurant unseres Agriturismo wuchs.
Zitronen mit ihrem frischen Duft, der leichten Süsse und erfrischenden Säure, ihrer gelben Farbe und den ätherischen Ölen unterstützen diese Sehnsucht nach dem mediterranen Süden.

Dennoch sollte es etwas sein, dass man an diesen kalten Tagen mit einer guten Tasse Tee geniessen kann. Die Lösung hiess daher – Zitronen-Rosmarin Sablés

ZITRONEN-ROSMARIN-SABLÉ

Zutaten

1 Bio-Zitrone, Saft und Schale
3 Zweige Rosmarin, frisch (gewaschen und getrocknet)
1 Mark einer Vanilleschote*
80-100g Rohrzucker
200g Butter, kalt in Stücken
300g Mehl (Dinkel hell, oder Weizen 405er)
1 Prise Salz
1 Ei

Zubereitung

  1. Schale einer Zitrone mit Sparschäler abschälen und Saft auspressen
  2. Zitronenschale mit den abgezupften Rosmarinnadeln in den Mixtopf geben und 10 Sek. / Stufe 10
  3. Restliche Zutaten dazu geben und 20 Sek. / Stufe 4
  4. 2 ca. 40cm lange Streifen Frischhaltefolie vorbereiten
  5. Teig in 2 Teile teilen und zu ca 3cm dicken Rollen formen und in die Frischhaltefolien einwickeln
  6. Mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen und 2 Backbleche mit Backpapier belegen. Ofen auf 200°C Ober-Unterhitze (180°C Umluft) vorheizen.
  7. Teig in 7-10mm dicke Scheiben schneiden und die Scheiben auf die vorbereiteten Backbleche legen.
  8. 10 Min. backen auskühlen lassen und geniessen.

*Die ausgekratzte Vanilleschote kann gut zu Vanillezucker verarbeitet werden. Also nicht wegschmeissen.

EN GUETE!

Slow Cooked Ossobuco

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Heute wage ich mich an mein erstes selbstentwickeltes Slow Cooked Rezept mit den Thermomix®.

OSSOBUCO slow cooked im Thermomix® TM6®:

2 Zwiebeln, geviertelt
2 Knoblauchzehen
1/2 Chilischote
30g Olivenöl

Im Thermomix® Mixtopf 5 Sek. / Stufe 5 zerkleinern.

200g Karotten, in Scheiben
200g Stangensellerie in kleinen Stücken (ca. 1 cm)

dazugeben und für 5 Min. / Varoma / Umkehrstufe dämpfen. Das ganze in eine Schüssel geben. Mixtopf muss nicht gespült werden.

Jetzt die Messerabdeckung / Welle einsetzen.

3-4 Kalbs-Ossobuco Stücke (Kalbshaxenscheiben)

auf die Messerabdeckung geben. Gemüse daraufgeben.

2 Lorbeerblätter
4 Zweige Tymian
1 gehäufter Teelöffel Gewürzpaste für Fleischbrühe, selbstgemacht
[alternativ 1 Rindsbouillonwürfel, oder Gewürzpaste für Gemüsebrühe]
1 Dose gehackte Tomaten
200g Rotwein
1 TL Salz

hinzufügen und Slow Cooking / 7 Std. / 85°C einstellen.

Dazu ein feines Weisswein-, Proseccco-, oder Safranrisotto…. und mit einem schönen Rotwein geniessen.

Fantastico! Buon Appetito!

Herbstliches Kürbisbrot

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500g Kürbispüree*
150g Wasser
10g Frischhefe
350g Halbweissmehl
150g Ruchmehl oder Vollkornmehl
15g Salz

Alles in den Thermomix® Mixtopf geben und für 2 Min. / Knetstufe kneten

50g Kürbiskerne dazugeben und nochmals 1 Min./ Knetstufe kneten und Teig in eine Schüssel oder in ein Tupperbehälter geben. Schüssel mit Folie oder Duschhaube abdecken.

Teig gut 2 Stunden ruhen lassen, dabei alle halbe Stunde mit nassen Händen den Teig etwas flach drücken und falten. Falten: Teig oben anfassen, etwas nach aussen ziehen und dann in die Mitte falten. Teig einmal im viertel drehen und Vorgang wiederholen. Reihum wiederholen, bis Teig viermal gefaltet ist.

Nach zwei Stunden einen schönen runden Laib formen und auf ein Backpapier geben. Mit dem Backpapier in einen Gusseisentopf geben und mit Deckel verschliessen.

Jetzt den Ofen auf 240-250°C aufheizen. Dann den Gusseisentopf (e.g. LeCreuset) in den heissen Ofen stellen. Etwas Wasser auf den Boden des Ofens geben. Ich habe einfach ein Glass mit etwas Wasser gefüllt und dieses unter den Gusseisentopf auf den Boden geleert. Ofen schliessen. (Keine Angst, das Wasser verdampft). Ofen auf 220°C herunterschalten und das Brot im Topf 40 Min. backen. dann Deckel entfernen und eventuell nochmals 5-10 Min nachbräunen lassen.

Brot auf ein Gitter geben und abkühlen lassen.

*Kürbispüree

Dieses bereite ich gerne auch im Thermomix® vor. Danach  frier mir das portioniert ein.

1 Kg Kürbis (Butternuss ider Hokkaido), entkernt in Würfeln
(muss nicht geschält werden)

Kürbisfleisch in den Varomabehälter geben.

1L Wasser in den Mixtopf geben, Varoma aufsetzen und für 20 Min. / Varoma / Stufe 1 dämpfen. Danach das Wasser abgiessen, Kürbisfleisch in den Mixtopfgeben und pürieren. Ausdampfen und abkühlen lassen und weiterverwenden, oder einfrieren.

 

 

 

Hand-Pies, oder Mini Fleischkuchen

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In den 90ern hab ich sie zum ersten Mal gesehen, diese Minifleischküchlein, und mich sofort in sie verliebt. Ich war mit einer Studienfreundin mit Bus und Zug unterwegs in Südengland, wo wir auch die lokalen Köstlichkeiten entdecken wollten und uns daher oft in einer Bäckerei, einem Kaffeehaus, einem Metzger, einem Käseladen oder einem Süsswarengeschäft umgesehen haben.

Da wir auch mit oft gutem Wetter gesegnet waren, haben wir uns so auch Picknicks zusammengestellt. Die Pasties, oder Hand Pies waren da eine tolle Ergänzung. Es gab sie mit verschiedenen Füllungen von deftigen Fleischfüllungen bis hin zur Vegetarischen Variante war für jeden etwas dabei.

Per Zufall bin ich nun letzthin beim Internetsurfen wiedermal darüber gestolpert und habe mich sogleich an unsere Rundreise durch Canterbury, Princetown, Plymouth, Bath, erinnert – eine gute Zeit.

Hier nun mein Hand-Pie Rezept:

Ein Muffinblech mit Butter ausstreichen und den Ofen auf 180°C vorheizen.

400 g Halbweissmehl (550er)
1 TL Salz
150 g Butter, kalt in Würfel
200 ml Wasser

Alles in den Mixtopf des Thermomix® geben und für 20 Sek / Stufe 4 vermischen. Teig auf ein Backpapier oder eine Silikonmatte geben und für 20 Min. in den Kühlschrank geben.

Inzwischen mit der Füllung weiterfahren.

Füllung:

300 g Rinderhackfleisch

In einer Pfanne gut anbraten.

1 Zwiebel, halbiert
1 Knoblauchzehe
80g getrocknete Tomaten
1 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
1 TL Paprika
1/2 TL Piment D’Espelete* (optional)
1 TL Oregano

im Mixtopf für 5 Sek / Stufe 5 hacken und dann zum Fleisch geben und mitdünsten bis die Zwiebeln glasig sind. Mit Salz, Pfeffer, Oregano und Paprika abschmecken und die Fleischmasse auskühlen lassen

*Fantastische Gewürzqualität bekommt ihr bei Nanna’s Bunter Küche in St. Gallen oder Zürich

220 g würziger Hartkäse (Bergkäse, Sprinz oder auch Parmesan), in Stücken

Für 10 Sek. / Stufe 10 im Thermomix® reiben.

2 Eier
120 g Creme fraîche
1/2 Bund Schnittlauch, in Ringen geschnitten
Abgekühlte Fleischmasse

dazugeben und für 40 Sek / Umkehrstufe 3 vermischen.

Jetzt den Teig ca. 2 mm dünn auswallen und erst 12 Rondellen, welche grösser sind als die Muffinvertiefungen ausstechen und diese damit auslegen. Teig am rand hochziehen und etwas überlappen lassen.

Mit der Fleisch-Käsemasse füllen

Dann nochmals 12 Rondellen ausstechen, welche ca. die Grösse der Muffin-Vertiefungen haben und die Fleischmasse damit zudecken. Eventuell die Ränder mit einer Gabel verschliessen.

Aus dem restlichen Teig noch kleine Blümchen oder Herzchen ausstechen und die Pies damit verzieren.

1 Ei mit etwas Salz verquirlen und die Pies damit bestreichen.

Nun das Muffinblech in den auf 180°C vorgeheizten Ofen schieben und für ca. 30 Min. backen.

Warm oder Kalt mit einem Salat servieren.

Lässt sich super vorbereiten und für unterwegs, eine lange Autofahrt in den Süden oder für ein Picknick vorbereiten.

Tipp: etwas Preiselbeermarmelade dazu reichen