Bananen für die Seele

Kaum aus USA zurück schon lieg ich mit einem Grippalen Infekt zu Hause. Die Amerikanischen Air Conditions und ich werden wohl nie Freunde werden. Ich dachte zwar ich hätte mit extra Vitaminen und Strickjacken vorgesorgt, aber nun hat’s mich dich erwischt.

Was tun also, wenn man etwas wackelig auf den Beinen ist, kein Frühstück hatte und zwei fast braune Bananen vorfindet? Ich freu mich über meinen Thermomix®, der mir die meiste Arbeit ruckzuck abnimmt und mir zu tollen Bananen-Dinkel-Chia-Pancakes verhilft.

Meine Mutter erzählte mir mal, dass Bananen mich schon als Kleinkind beruhigen und zufriedenstellen konnten. Das ist auch heute noch so. Ich mag sie wirklich gerne die gelben krummen Dinger.

Hier also nun mein Rezept:

Bananen-Dinkel-Chia-Pancakes

4 Portionen( jeweils 3 kleine oder 1 grosser)

2 reife Bananen

2 Eier

150g Milch oder Mandelmilch

20g weiche Butter od. Kokosöl

1 Prise Salz

2 Essl. Brauner Zucker

1 TL Ceylonzimt

1 Prise Nelkenpulver

1 kl Prise Kardamon

2 Essl. Chiasamen

20 Sek / Stufe 5

200g Mehl oder Dinkelmehl 630

1 geh. TL Backpulver

20 Sek / Stufe 5

Etwas stehen lassen.

In dieser Zeit eine Pfanne etwas über Mittlerer Hitze aufheizen. Erst dann etwas Butter oder wer es mag etwas Kokosöl hineingeben und Pfanne damit ausschwenken.

Pancake-teig direkt aus dem Mixtopf in die Pfanne giessen. Ich mache meist 3 kleine Pancakes in einer Pfanne, es gent natürlich auch jeweils ein grosser Pancake.

Wenn die Pancakes oben kleine Blasen werfen, wenden und kurz weiter ausbacken.

Mir waren die Pancakes bereits süss genug, so dass ich diesmal kein Ahornsirup verwendet habe. Mit Blaubeeren, Himbeeren oder einer festeren in Scheiben geschnittenen Banane servieren und mit Puderzucker bestreuen.

Das mit der Dekoration hab ich heute nicht geschafft, sondern die Pancakes gleich gegessen. Selbst das Foto hab ich vergessen zu machen. Sie haben mir trotzdem geschmeckt!

Süsswürziges zu Käse

Ich geb es zu. ich bin ein Cheese-oholic, ein Käse-fanatiker und liebe es diesen mit etwas Weisswein, ein paar Früchten und Nüssen und einem guten Stück Brot zu geniessen.

Ich erinnere mich an ein gemütliches Käse-Orgie-Picnic im Park mit guten Gesprächen, viel Gelächter und gefeierter Freundschaft.

An eine Reise durch England (ja, auch die haben tollen Käse), eine Parkbank mit Blick über Bath, wo wir mit Schweizer Sackmessern bestückt unsere Errungenschaften aus der lokalen Bäckerei, dem Käseladen und dem Markt zu Laibe rückten und von anderen Touristen dabei fotografiert wurden, wie wir es uns gut haben gehen lassen… Ein Festmal für Uni-Studentinnen.

Als ich also gestern wieder die heruntergefallenen Äpfel im Garten meiner Mutter sah, hat es mich gepackt. Ich wollte doch schon seit längerem ein Apfelchutney machen, dass perfekt zu Weichkäse wie Brie oder Camembert oder Tomme passt.

Das wage Rezept, dass ich da hatte, musste ich noch etwas präzisieren und für den Thermomix® umschreiben. Hier nun also mein

Apfel-Chutney aus grünen Äpfeln

1 kg unreife Äpfel, geschālt und entkernt

Saft von einer Limette

250g Schalotten oder milde Zwiebeln, halbiert

30g Butter

250g brauner Zucker

1 Knoblauchzehe

1 guten (wirklich guten) Schluck Calvados (ich hatte keinen und gab Quittenwasser/Schnaps genommen)

2 TL Ceylon Zimt,

2 Sternanis

2 EL Koriandersamen

5 Kardamomkapseln, angedrückt

1 TL Nelkenpulver

1 frische Chilischote (wie scharf ihr es haben wollt, entscheidet ihr) Ich hab 2 getrovknete Chillischoten genommen.

2-3 Lorbeerblätter

1 Tl Pfefferkörner

4-5 EL frischer Thymian

30g Balsamicoessig

  1. Die geschälten und entkernten Äpfel zusammen mit dem Limettensaft in den Mixtopf geben, für 5 Sek. / Stufe 5 mixen und in eine Schüssel umfüllen. Mixtopf nicht spülen.
  2. Schalotten oder Zwiebelhälften in den Mixtopf geben und 5 Sek. / Stufe 5 zerkleinern. Mit dem Spatel von den Seiten runterstossen.
  3. Butter hinzu und 5 Min/ 100 °C/ Linkslauf Sanftrührstufe dämpfen.
  4. 5 Essl. Rohrzucker und den Knoblauch dazu und nochmals 2 Min./ 100 °C/ Linkslauf Sanftrührstufe garen
  5. Nun Āpfel und alle anderen Zutaten hinzugeben und 22 Min/ 100 °C/ Linkslauf Stufe 2 garen… nach 12 Min. den Messbecher entfernen.
  6. In heiss ausgespühlte saubere Gläser füllen und gut verschliessen.

Das Chutney zwei, drei Tage lang im Kühlschrank stehenlassen , damit es gut durchziehen kann.

Auf Weichkäse geben und diesen dem Servieren mit frischen Thymian bestreuen und mit ein wenig Honig beträufeln.

Es riecht und schmeckt jetzt schon sehr verführerisch…und ich kann es kaum erwarten, bis ich es endlich mit etwas Käse probieren kann.

Fluffige Naanbrote nicht nur zu Curries ein Hit

Fluffig feines Naan ( Indisches Fladenbrot)

ZUTATEN

6 grosse Stücke (oder wahlweise 8 kleinere)

150 g Milch

2,5 EL Zucker

10 g Hefe

500 g Weissmehl

1 TL Backpulver

2 EL Olivenöl

150 g Gruechischer Joghurt

1 Ei

1 TL Salz

(optional 20g Schwarzkümmel)

Knoblauchöl:

30 g gutes Olivenöl

1 Knoblauchzehe, bei größerer Menge Öl, mehr Knobli

1 Prise Salz

1 Prise Pfeffer

ZUBEREITUNG

Milch, Zucker und Hefe in den Mixtopf geben und 2,5 min./37 °C / Stufe 1 erwärmen, danach 30 min. im geschlossenem Mixtopf ruhen lassen.

Danach die restlichen Zutaten zufügen und 3 min./ Teigstufe vermischen.

Den Teig in eine geölte Schüssel umfüllen und an einem warmen Ort mindestens 2 Stunden (oder besser länger – wir benutzen hier wenig Hefe) gehen lassen, bis sich das Volumen des Teigs verdoppelt hat. ( ich hab den Teig morgens um 10 Uhr gemacht und Abends um 17.30 gebacken)

Teig aus der Schüssel nehmen und auf der unbemehlten Arbeitsfläche kurz mit der Hand durchkneten. Danach den Teig in 6-8 gleichgroße Teile teilen und zu einer Kugel formen.

Eine beschichtete Pfanne ohne Öl erhitzen – währenddessen aus einer Teigkugel einen Fladen (in Pfannengröße bei 6 sonst etwas kleiner) ausrollen.

Sobald die Pfanne heiß ist, den Fladen in die Pfanne geben und die Temperatur sofort etwas reduzieren.

Jetzt ist es wichtig, den Fladen zu beobachten. Pro Seite benötigt jeder Fladen etwa 1 -2 min. Wenn die erste Seite Blasen wirft, umdrehen und fertig backen.

Alle 6 Fladen fertig backen.

Variation mit Knoblauch-Öl:Etwas Olivenöl mit frisch gehacktem Knoblauch, Salz und Pfeffer vermischen und damit die fertig gebackenen Naan-Fladen bestreichen

Variation mit Schwarzkümmel:

20 g Schwarzkümmelsamen mit dem Teig verkneten.

Passt gut zu Curries anstelle von Reis oder aber auch mal zu einem guten Salat.

Seelenwärmer-Butter-Chicken-Curry

Heute ist ein grausiger, regnerischer Tag. Ein Tag, an dem man sich am liebsten auf dem Sofa unter einer Decke einkuschelt, seine Katze krault und ein gutes Buch geniesst.

Von dem Sommer muss ich mich wohl oder übel langsam verabschieden.

Da gibt es nichts besseres, als ein Seelenwärmer-Butter-Chicken-Curry, um sich etwas aufzumuntern.

Falls Ihr erst das Garam Masala machen wollt, dann findet ihr das Rezept in meinem letzten Beitrag.

ZUTATEN

  • 150g Cashew-Kerne oder geschälte Mandeln
  • 700g Hühnerbrust in 2-3cm Würfel geschnitten
  • 300g Vollrahm/ Sahne oder Kokosmilch
  • 50g Honig
  • 1 Bund frischer Koriander gehackt

Marinade:

  • 1/2 Essl. Himalaya-Salz
  • 1/4 – 1/2 TL Chillipulver
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Tandoori-Gewürz – optional
  • 10g frischer Ingwer in Scheiben
  • 1 Knoblauchzehe
  • 15g Apfelessig

Tomatenpaste:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 10g Ingwer in Scheiben
  • 30g Apfelessig
  • 1 Dose Tomaten in Stücken (400g)
  • 140g Tomatenpurée

Zwiebelsauce:

  • 200g Zwiebeln, halbiert
  • 130g Butter in Stücken
  • 1 Zimtstange
  • 3 Gewürznelken
  • 5 Kardamonkapseln, Nur Samen in Mörser zerstossen
  • 1 Sternanis
  • 1 Tl Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Fenchelsamen (optional)
  • 1 TL geräucherter Paprika
  • 1 TL Garam Masala
  • 2 TL Himalaya-Salz

ZUBEREITUNG

  1. Cashew-Kerne in den Mixtopf geben und für 10 Sek./ Stufe 9 malen und in eine Schüssel zur Seite stellen.
  2. Ohne die Schüssel zu waschen, alle Zutaten der Marinade in den Mixtopf geben. 2 Sek. / Turbostufe mit Spatel hinunter stossen. Dies 3x wiederholen.
  3. Nun die Hühnerwürfel unterrühren und 10 Sek. / Linkslauf Stufe 2 mischen. Das Fleisch samt Marinade in eine 2. Schüssel geben und zur Seite stellen.
  1. Ohne die Schüssel zu waschen, alle Zutaten für die Tomatenpaste in den Mixtopf geben und 1 Min. / Stufe 8 mixen. Die Paste in eine 3.Schüssel zur Seite stellen.
  1. Ohne die Schüssel zu waschen, Zwiebel in den Mixtopf geben 5 Sek. / Stufe 5 zerkleinern und mit Spatel runterschicken.
  2. 70g Butter hinzufügen und für 10 Min. / 100 °C/ Stufe2 dämpfen
  3. Restliche Butter, Zimt, Nelken, Kardamonsamen, Sternanis; Kümmel, Fenchel und Paprika hinzufügen und 5 Min. / 100 °C/ Sanftrührstufe Linkslauf mitdämpfen
  4. Jetzt den Garam Masala, das Salz und die Tomatenpaste hinzugeben und 4 Min. / Varoma / Linkslauf Sanftrührstufe kochen lassen
  5. Nun das marinierte Huhn hinzufügen und einmal mit mit dem Spatel unter Sauce rühren. Deckel schließen und 12 Min. / 100 °C / Linkslauf Sanftrührstufe mixen
  6. Jetzt die gemahlenen Cashewkerne, den Rahm und den Honig hinzufügen, wieder kurz durchrühren, dann 4 Min. / 100 °C / Linkslauf Sanftrührstufe weiterköcheln lassen.
  7. Curry in eine Thermoschüssel ( z. Bsp. von Betty Bossi) oder eine vorgewärmte Schüssel geben, die Zimtstange und Anisstücke entfernen und den gehackten Koriander unterrühren. Zudecken und 10 Min. Durchziehen lassen.

Während das Huhn köchelt, Basmati- Reis kochen oder Naanbrote backen.

Ich war heute faul und hab fertige Naan aufgebacken. Frische sind jedoch 10x besser und der kleine Aufwand lohnt.

Garam Masala – Frisch gemahlen

Ich liebe Kräuter, Gewürze und Würzmischungen, wie Garam Masala.

Noch mehr liebe ich es mit meinem Thermomix® selber Gewürzmischungen und Kräutersalze herzustellen. Es ist so einfach und geht schnell, also kein G.rund mehr 08-15 Gewürze zu benutzen, von denen man nicht weiß wie lange sie bereits im Regal stehen.

Ich kaufe meine Gewürze gerne bei Spezialisten und Gewürzfeen wie Nana Rittgardt von Nanna’s Bunter Küche in Zürich oder St. Gallen. Da stimmt die Qualität und herrliche Gewürzgeschichten gibt es noch dazu.

Garam Masala

  • 1/4 TL Muskat
  • 1 Langer Pfeffer halbiert oder 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TLKreuzkümmel
  • 2 TL Kardamonsamen*
  • 3 Lorbeerblätter
  • 2 TL Koriander
  • 3 Zimtstangen, zerbrochen
  • 1 TL Gerwürznelken

* ca. 3 TL Kardamonkapsel mit der flachen Seite eines großen Messers oder mit einem Pfannenboden zerdrücken und die Samen auslösen. Die Lehren Kapseln wegwerfen bezw. kompostieren.

  1. Gewürze in den Mixtopf geben und bei 4 Min. / 100 °C / Sanftrührstufe rösten.
  2. 3 Min. Abkühlen lassen
  3. Zwischen Deckel und Mixtopf ein Backpapier einspannen. Das verhindert das zustauben des Mixtopfdeckels.

4. Mischung 1 Min. / Stufe 10 mahlen und in ein luftdichtes Glas abfüllen.

Die Kunst des Kürzertretens

Manchmal zwingt uns das Leben etwas kürzer zu treten, eine Pause einzulegen, sich selbst etwas bewusster zu werden und liebevoller mit sich selbst umzugehen.

Ihr merkt schon, ich bin mal wieder soweit, sprich meine lädierte Schulter sagt mir: “ Jetzt ist es mal genug, halt ein und sei achtsam und geduldig.“

Manchmal sagt sie auch: „Stop, spinnst Du? Das tut weh! Nimm gefälligst Deinen andern Arm. Wofür hast Du zwei?“

Tja, wenn das so einfach wäre. Ich würd ja gerne so viele schöne Dinge basteln, feines Essen kochen und und und… aber es soll halt derzeit nicht sein.

Was ich ich solchen Momenten sehr gerne tu, ist in Kochbüchern oder Blogs schmöckern und mir auszumalen, wie wohl das eine oder andere Rezept schmeckt oder wem ich dies nun gerne kochen täte, was ich noch hinzufügen, ersetzen oder ändern würde…

Ich hab dabei Tante Malis Gartenblog entdeckt. Herrlich unterhaltsam und das grüne Apfelchutney steht bei mir ganz oben auf der „Will ich mal probieren“ – Liste.

Wer der Welt etwas entfliehen will, sich Ideen für und aus seinem Garten sucht, schmunzeln will und herausfinden will, wer den nun die Tante Mali ist, dem kann ich diesen Blog definitiv weiterempfehlen.