Fischinger Tannennadelbrot

Ich hatte meinen Weihnachtsbaum von dem Forstbetrieb Fischinger-Tobel im Kanton Thurgau bezogen, da die Bäume dort frisch und ungespritzt sind, denn ich wollte nach Weihnachten die Nadeln weiterverarbeiten.

Daher hat mein Tannennadelbrot auch den Namen Fischingen erhalten.

Fischinger Tannennadelbrot

🌲80 g Haferflocken, 🌲20 g Leinsamen (ganze und geschrotete gemischt) 🌲20 g Kürbiskerne 🌲30 g Sonnenblumenkerne 🌲150 g Wasser

In einer kleinen Schüssel mischen und die Kerne 1 Stunde einweichen lassen.

🌲 20 g Hefe, frisch zerbröckelt 🌲 1 TL Honig 🌲 250 g Wasser, lauwarm

In den Thermomix Mixtopf geben und 1 Min 30 Sek./ 37°C / Stufe zwei vermischen.

🌲 100 g Dinkelvollkornmehl 🌲300 g Dinkelmehl, hell 🌲 2 EL Tannennadeln (frisch oder getrocknet) 🌲Kernen-Hafer-Mischung 🌲2 TL Himalayasalz

zum Hefewasser hinzugeben und 2 Min. / Knetstufe kneten.

Teig ist etwasklebrig und feucht, aber das ist gewollt. Den Teig in eine Schüssel geben, abdecken und gären lassen.

Eine Cakeform mit Sonnenblumenöl, Backtrennmittel oder Kokosfett auspinseln und mit Haferflocken ausstreuen. (ich habe den Zauberkastenplus von Pamperedchef benutzt, aber eine Cakeform geht auch)

Wenn der Teig um das Doppelte aufgegangen ist, den Teig zusammendrücken und mit einer Teigkarte in die vorbereitete Cakeform geben mit Haferflocken bestreuen.

Jetzt den Ofen auf 240°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Cakeform auf der untersten Rille einschieben und 40 Min. backen.

Uns hat das Brot sehr gut geschmeckt.

Lachsfilet mit Tannennadel-Zitrus-Kruste, Fioretto und Baumtomaten-Sauce

Heute ist Experimentiertag. Ich hab mal wieder ein neues Gemüse entdeckt, Fioretto. Fioretto oder Stengelblumenkohl ist eine Mischung zwischen Blumenkohl und Brokkoli. Fast wie zarte blüten sitzen die cremeweisen Blüten Korallenartig auf dünnen grünen Stielen. Den Fioretto hab ich ganz einfach gedämpft und dann nur noch mit Kräutersalz gesalzen und mit etwas Olivenöl beträufelt.

Als nächstes hab ich für meinen Lachs eine Tannennadel-Zitrus-Kruste hergestellt. Ich hatte mir vor Weihnachten einen Bio-Baum aus dem örtlichen Forstbetrieb besorgt, der nun zu allem Möglichen upcycled (weiterverwendet) wird. Davon hab ich mir einige Äste gewaschen für den Fall, dass einige Vögel ihre Hinterlassenschaften darauf hinterlassen haben.

Die gewaschenen Äste hab ich mit einem Tuch getrocknet und die Nadeln mit einer Schere vom Ast abgeschnitten. Wenn man sie zupft, dann bleiben kleine Holzfähnchen daran. Diese sind zwar nicht giftig, aber so ganz harzig wollte ich meinen Fisch dann auch nicht haben. Die Nadeln hab ich mit einem Messer klein gehackt.

Tannennadel-Zitrus-Kruste

4 EL Tannennadeln, gleingehackt
4 EL Orangenschalen, Abrieb. (ca. 1 Orange)
2 EL Zitronenschalen, Abrieb (ca. 1 Zitrone)
4 EL Paniermehl (oder 4 Toastbrote ohne Rand), 4 EL Pinienkerne
100 g Butter
2 Eigelbe
2 TL Ahornsirup
Tannennadelsalz (od. Kräutersalz)
Schwarzer Pfeffer, frisch gerieben

Alles gut miteinander vermischen und auf 3-4 Lachsfilets geben. Auch den Lachs hab ich im Thermomix über dem Fioretto im Varoma schonend dampfgegart (21 Min. / Varoma / Stufe 2). Ich hab im MIxtopf etwa 1 L Wasser, etwas Salz und einen Tannenzweig hineingegeben.

Den Lachs könnte man jedoch auch im Ofen bei 180°C für ca. 20 MIn. garen.
Ich hab der Obstabteilung noch 2 Baumtomaten (Tamarillo) entdeckt. Diese kenne ich aus Ecuador. Dort wird daraus eine Art Salsa (Aji de tomate de àrbol) hergestellt, die man mit Kochbananenchips (Patacones) als Appetizer kredenzt. Da ich jedoch keine Kochbananen gefunden hab und die Tamarillo schon langsam zu schrumpeln begannen hab ich daraus spontan eine Sauce hergestellt.

Baumtomaten-Sauce

Olivenöl
1 kleine Schalotte, in dünnen Spalten
2 Baumtomaten / Tamarillo, in Würfeln
2 kräftige Sprizer Zitronensaft
1 TL Ahornsirup
Kräutersalz
2 Sprizer Weisswein oder Gemüsebrühe
Schwarzer Pfeffer
Chillipulver

Die Schalotten in etwas Olivenöl glasig dünsten, Baumtomaten dazugeben und mitdünsten, den Ahornsirup dazugeben und etwas caramelisieren lassen, mit Weisswein ablöschen, würzen und weiterköcheln bis die Tomaten fast ganz zerfallen sind. Jetzt den Zitronensaft dazu. Nun das ganze fein pürieren und nochmals abschmecken.

Der Lachs mit der Tannennadel-Zitrus-Kruste hat mir bereits sehr gut geschmeckt, die Baumtomatensauce hat dem Gericht jedoch noch das gewisse Etwas verleiht. Die Fioretto hätten eventuell noch einen Tick länger gedämpft werden können, aber ich mag es knackig. Sie sind übrigens etwas milder als Blumenkohl im Geschmack.

Samhain Brötchen mit Brennesselsamen

Samhainbrötchen mit Brennesselsamen

Samhain ist das erste der 8 keltischen Jahreskreisfesten. Dazu gehören: Samhain, Yule, Imbolc, Ostara, Beltane, Litha, Lughnasad und Mabon. Diese orientieren sich an dem Vegetationszyklus der Natur und folgen dem Mond. Zeit für die Kelten war nie Linear sondern drehte sich im Kreis.

Samhain wurde als Neujahrsfest gefeiert, oft mit viel Räucherwerk und Feuer. Man gedachte den Toten und das Tor zur Anderswelt soll dünn , ja gar offen sein. Zeit sich zu besinnen, Altes loszulassen, und sich für Neues zu öffnen.

Aus Samhain wurde mit der Zeit jedoch auch Halloween und Allerheiligen. Die Kirche liebte es ihr Festtage an die der Heiden zu knüpfen.

Ich feiere Samhain oder Halloween gerne mit den kleinen Monstern und dekoriere meinen Vorgarten, verkleide mich und schenke grünen “ Zaubertrank” (Pfirsichsirup mit grüner Lebensmittelfarbe) aus.

Heuer halte ich jedoch etwas einfacher. Ich hab gestern 3 Kürbisse geschnitzt, die Kerne davon geröstet und aus dem ausgelösten Fleisch ein Püree hergestellt. Aus diesem habe ich heute früh meine Samhainbrötchen gebacken.

Samhain Brötchen mit Brennesselsamen

300 g Kürbispüree

90 g Wasser

15 g Hefe

Zusammen in den Thermomix®️ geben und 2 Min. / 37 °C / Stufe 2 mixen

2 Esslöffel Brennesselsamen

2 TL Kurkuma

250 g Weißmehl

250 g Ruchmehl (1050er in DE, 1600er in AT)

15 g Salz

Alles zusammen 3 Min./ Teigknetstufe kneten. Teig in eine Schüsselgeben und ca. 1,5 Stunden ums doppelte aufgehen lassen.

Ofen auf 220 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. In dieser Zeit Teig in 8-9 Teiglinge teilen. Diese rundschleifen und mit einem ca. 80 cm langen Küchengarn umwickeln. Das Garn sollte den Teig nicht einschneiden.

Nun Teiglinge 25 Min. Zugedeckt ruhen lassen. Auf ein Backblech oder gefetteter Backstein (eg. Zauberstein von Pampered Chef) geben und auf der untersten Ofenschiene 10 Min bei 220 °C (Ober-/Unterhitze) backen, dabei anfangs etwas Wasser auf den Backofenboden geben und Türe sofort verschließen.

Nach 10 Min. Die Backofentüre für 1-2 Min öffnen, damit die Feuchtigkeit aus dem Ofen entweichen kann. Dann weitere 5 Min. backen. auf Gitter abkühlen lassen. DFäden aufschneiden und vorsichtig entfernen.

Mandeln als “Kürbisstrunk” in die Brötchen stecken.

Happy Samhain und en Guete !

Brownies

Als ich noch in einem Amerikanischen Café gekocht hatte hab, hab ich sie fast täglich gebacken. Brownies.

Meine Chefin meinte damals sie müssen von aussen trocken aussehen, innen drin jedoch einen weichen feuchten Kern haben – „gooey“ eben.

Die Baumnüsse geben den Brownies den extra Crunch.

BROWNIES

Ofen auf 180°C Umluft vorheizen

125 g Butter, schmelzen und mit 360 g Zucker und 50 g Kakaopulver pürieren.

Nach und nach 4 Eier dazu geben und pürieren.

180 g Mehl dazu sieben und unterrühren.
150 g Baumnüsse, leicht gehackt unter die Teigmasse ziehen und in ein gebuttertes Brownie-Blech füllen.

Für 25 Min. bei 180°C backen.

Wildkräuter-Gnocchi del Giovedì

Eine liebe Römische Freundin, die wir besucht haben, erklärte uns, dass man in Rom und besonders in ihrem Quartier, dem Trastevere, Donnerstags Gnocchi ist.

Warum dem so ist, hab ich vergessen, aber heute ist Donnerstag und ich hatte noch mehlige Kartoffeln, die ich verarbeiten muss bevor sie grün und ungenießbar werden.

Übrigens, die Gnocchi del Giovedì werden durchaus aus Kartoffeln gemacht und haben mit den Gnocchi alla Romana, die aus Grieß gemacht werden, nichts gemein.

Natürlich wollte ich meinen Gnocchi noch meinen persönlichen Touch verpassen und hab deshalb einige Wildkräuter im Garten gepflückt um sie unter den Gnocchiteig zu kneten. Diese kann man natürlich auch durch gewöhnliche Gartenkräuter ersetzen.

Wildkräuter Gnocchi del Giovedì

750 g geschälte, gekochte und ausgedampfte, mehlige Kartoffeln, durch eine Kartoffelpresse oder ein Passe-Vite (Flotte Lotte) pressen.
1 Ei
1 Handvoll Wildkräuter (Löwenzahn, Gundelrebe, Pfefferminze, Giersch etc.), klein gehackt
100 g Halbweissmehl (550er, oder griffiges)
2 TL Kräutersalz

Alles zusammen kurz vermengen und mit genug Mehl zu Daumendicken Strängen rollen. Diese dann mit einem Messer oder Teigkarte in ca. 1,5 cm breite Gnocchi schneiden. Wer mag kann sie noch über eine Gabel oder Gnocchi-Bord drehen. Ich habe diesmal darauf verzichtet.

Die Gnocchi in siedendem Wasser köcheln lassen bis sie schwimmen und dann noch ca. 1-2 Minuten länger. Schließlich mit einem guten Tomatensugo oder gebräunter Butter mit Salbei und viel Parmesan oder noch besser Pecorino servieren und genießen.

Felsenbirne-Quark-Streuselkuchen

Felsenbirne

Seit ich mich mit Wildkräutern befasse, habe ich entdeckt wieviel ungenutzt Gesundes und Essbares in meiner unmittelbaren Umgebung wächst. Dazu gehört auch die Felsenbirne (Amelanchier ovales).

Unscheinbar wächst diese kleine Beere, die in ihrer Form mehr an ein kleines Äpfelchen, denn einer Birne gleicht, an gleich zwei Büschen in unserem Garten.

Die keltisch-gallisch Bedeutung des Namens „ Amelanchier“ bedeutet übersetzt den auch Äpfelchen. Die kleinen Früchte enthalten viel Eisen, Kalium, Magnesium, Vitamin C, Gerbstoffe und Flavonoide. Roh erinnert der Geschmack etwas an Heidelbeeren, gekocht kommt ein Marzipangeschmack durch. Erst wollte ich Marmelade daraus machen, doch dann wollte ich doch lieber einen Kuchen essen.

Felsenbirnen-Quark-Streuselkuchen

Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

🥄 500 g Felsenbirnen
🧑🏻‍🍳 Die Beeren erst waschen, in einem Sieb gut abtropfen lassen und von den kleinen Stilen befreien.

Mürbeteig-Boden:

🥄 1 Ei, 1 Päckchen Vanillezucker, 75 g Rohrzucker, 1 Prise Salz, 1 EL Ruhm (optional), 200g Mehl
🧑🏻‍🍳 Eier Zucker, Salz gut vermischen und Rum und Mehl untermixen.

𖣘 Thermomix: alles in den Mixtopf geben und 20 Sek / Stufe 3,5 mixen.

Eine Springform mit Backtrennmittel oder Butter gut einfetten und mit dem Mürbeteig auskleiden.

Streusel:

🥄 150 g Mehl, 90 g Butter, kalt in Stücken, 75 g Zucker, 1/2 TL Ceylonzimt
🧑🏻‍🍳 Mehl mit Zimt und Zucker mischen und die Butter mit den Fingern untertreiben, bis Streusen entstehen
𖣘 Thermomix: alles in den Mixtopf geben und 12 Sek. / Stufe 3,5 mixen.
Streusel in eine kleine Schüssel umfüllen und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Quarkmasse:

🥄 300 g Quark, 100 g Zucker, 2 TL Vanillepaste, 6 EL Speisestärke 3 Eier, getrennt
🧑🏻‍🍳 Eigelbe, Zucker, Vanillepaste, Quark und Speisestärke miteinander gut vermischen und auf den Kuchenboden giessen
𖣘 Thermomix: alles im Mixtopf 20Sek. / Stefe 4 vermischen.
🧑🏻‍🍳 Verlesene Felsenbirnen auf die Quarkmasse geben und verteilen
🧑🏻‍🍳 Streuselmasse über die Beeren streuseln.
🧑🏻‍🍳 Kuchen im Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) 1 Stunde backen. Eventuell nach 50 Min. Mit Alufolie abdecken, damit die Streusel nicht verbrennen. Anschliessend ca. 10 Min. auf Gitter auskühlen lassen bevor man die Springform löst.
🧑🏻‍🍳 Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen.

En Guete!