Resteverwertung vom Feinsten – Kartoffelbrot aus Kartoffelpüree

Wem ist das nicht auch schon passiert. Man kocht ein feines Kartoffelpüree und hat sich in der Menge vertan. Was nun mit dem Rest machen? Klar, man könnte einen Shepherds-Pie machen, oder einen gedeckten Fisch-Auflauf, Kroketten, Pommes Duchesse oder Gnocchi. Ich wollte heute jedoch Brot backen und hab daher das Püree nun dafür verwendet.
 

Kartoffelbrot – Karla

 
300 g Kartoffelpüree, ausgekühlt
15 g Salz
1 EL Honig oder Agavendicksaft (ca 12g)
1 EL Heller Balsamicoessig
1 EL Olivenöl
450 g Dinkelmehl, hell
300 g Dinkelruchmehl
(beide Mehle können auch durch Weizenmehl ersetzt werden)
340 g Wasser, lauwarm
15 g frische Hefe, zerkrümelt
Alles zusammen in den Mixtopf geben und für 3 Min. / Teigknetstufe kneten lassen.
In eine mit Olivenöl eingeölten Schüssel geben und zugedeckt 1-2 Stunden gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
Nun auf einem leicht bemehlten Brett oder Silikonmatte mehrmals Falten. Dazu den Teig erst etwas leicht flach drücken, dann erst das obere Drittel nach unten einfalten, den Teig um einen viertel drehen, wieder falten und diesen Vorgang noch 2 mal wiederholen. Teig einige Minuten zugedeckt auf bemehltem Untergrund ruhen lassen. Nun Teig fertig formen.
Runde Form:
Teig nochmals leicht flach drücken, und den Teig von aussen in die Mitte hinein falten, drehen und falten. Dieser Vorgang kann solange fortgeführt werden, bis man merkt, dass der Teig unten spannt. Da bei mir der Teig sehr weich und feucht war, dauerte dieser Vorgang recht lange.
Teig mit Dinkel ist in der Regel schwieriger zu bearbeiten als mit Weizen, da sich hier die Glutenstränge nicht so gut entwickeln. Versucht dennoch nicht übermässig Mehl zu benutzen. Wenn der Teig zu klebrig ist, muss er vor allem noch etwas länger gehalten werden. Also einfach Geduld und weiter falten.
Jedoch bitte nicht solange, bis er reisst. Teig umdrehen und mit den Handkanten noch etwas ziehen – dies wird sehr schön, in diesem Video angezeigt.
Ovale Form:
den Teig seitlich etwas auseinander ziehen. Dann jeweils erst links, dann rechts zu einem Drittel in die Mitte falten. Nochmals etwas flach drücken. Unten den Teig nochmals etwas auseinander ziehen. Dann von oben nach unten einrollen und festdrücken, wieder rollen und festdrücken, bis man unten angekommen. ist. Auch hier habe ich ein gutes Video gefunden, welches den Vorgang gut zeigt:
So jetzt den Teig in einen Römertopf, eine Glas-Auflaufform, oder einen Gusseisentopf e.g. Le Creuset, Lodge oder Zwilling (hier würde ich ein Backpapier unterlegen)  geben, etwas bemehlen und mit dem Deckel verschliessen. Den Ofen auf 240°C vorheizen. Jetzt den Deckel nochmals entfernen und mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge ca. 1,5 cm tief einschneiden.  Deckel wieder drauf und für ca. 50-60 Min backen. Wem das Brot noch nicht braun genug ist, kann es ohne Deckel noch einige Minuten nach bräunen lassen. Bei mir war das Brot jedoch braun genug.
Achtung Topf ist sehr heiss. Handschuhe oder gute Topflappen verwenden, wenn ihr den Topf aus dem Ofen holt. Stellt den Topf erst auf ein Gitter und kippt nach ca. 5 Min. das Brot ebenfalls auf ein Gitter um es ganz auskühlen zu lassen.
Tipp: wenn ihr das Brot aus dem Ofen geholt habt, haltet Euer Ohr an die Kruste und hört wie es knackt – ist das nicht ein schönes Geräusch? Riecht auch an dem Brot – ist das nicht ein toller Geruch?
Ich weiss, man ist versucht, das Brot gleich anzuschneiden und zu geniessen – macht das bitte nicht, das Brot bäckt noch nach und die noch enthaltene Flüssigkeit würde verpuffen/verdampfen, auch würde das Brot innen, die Krume, pampig werden. Lasst es auskühlen oder wartet zumindest bis es nur noch leicht lauwarm ist.
Lasst es Euch schmecken!

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