Nussbrot Aschenbrödel

Als Kind haben mir die Geschichten die mutige und starke Frauen zeigten viel mehr imponiert, als irgendwelche Märchen, bei denen eine Prinzessin von einem Prinzen gerettet werden musste. Obwohl ich schon 52 bin, schaue ich mir zur Weihnachtszeit immer wieder gerne den Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ an. Dieses Aschenbrödel kann vieles besser als der etwas tollpatschige Prinz; sie kann besser jagen, besser klettern, besser Schneeball schiessen und dennoch ist sie ganz Frau. Darum ist dieses Brot dem Aschenbrödel gewidmet.

Zutaten:
1/2 Würfel Hefe (20 g)
1 EL Zucker
380 g Buttermilch
200 g Dinkelmehl, hell
300 g Halbweissmehl
2 TL Salz
1 EL Anis
75 g Haselnüsse
100 g Walnusshälften

Zubereitung:

  1. Buttermilch, Hefe und Zucker in den Thermomix® Mixtopf geben und 2 Min. / 37°C / Stufe 2 erwärmen.
  2. Dinkelmehl, Halbweissmehl, Salz und Anis hinzufügen und 2 Min. / Knetstufe kneten.
  3. Teig herausnehmen und auf einer Silikonmatte zu einem Rechteck auswallen, Nüsse darauf geben und erst von der langen Seite her aufrollen, dann zu einer Kugel formen. In eine Schüssel geben und bedecken. 1 Std. bei Raumtemperatur aufgehen lassen.
  4. Backblech mit Backpapier belegen.
  5. Teig kurz durchkneten und rund formen. Auf das vorbereitete Backblech geben und abdecken. Weitere 30 Min. gehen lassen.
  6. Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  7. Nussbrot 45-50 Min. bei 200°C backen. Auf ein Gitter geben und abkühlen lassen und geniessen.

Würzige Untermalung für Knackiges

Von Zeit zu Zeit hab ich richtig Lust auf etwas knackiges zwischen meinen Zähnen. Ich erinnere mich an meine Maturreise 1990 nach Prag. Damals hier das Land noch Tschechaslowoakei und war kommunistisch. Die verfügbaren Lebensmittel waren rationiert und überall gab es das Gleiche; Prager Schinken, Sauerkraut und Bortscht. Egal in welches Restaurant man ging und auf die Karte schaute – hiess, es das haben wir nicht, das gibt es derzeit nicht. Fragte man dann, was ges gibt, hiess es: „Prager Schinken, Sauerkraut und Borscht. In der Woche hatte ich nicht einmal etwas knackig Frisches in meinem Mund. Alles war gekocht und recht fettig. Als ich wieder in der Schweiz war, ass ich jeden Tag Salat und frische Früchte.

Zwei Jahre später in Cambridge landete ich bei einer vegetarischen Landlady. Die zwar nicht schlecht kochte, aber Salat ganz ohne Sauce servierte. In den Pubs hingegen, bekam man anstelle Sauce einfach ein Tütchen Mayonnaise hingestreckt. Das war mir dann doch zu fettig und ich ass den Salat auch dort ohne Sauce. Das lehrte mich zwar den Eigengeschmack von Gemüse und Salat besser schätzen zu lernen und später Maggi und Aromat nicht mehr ausstehen zu können, aber richtig gut geschmeckt hat es nicht. Ich hab übrigens meiner Landlady dann doch noch verschiedene Salatsaucen schmackhaft gemacht, nachdem ich ihr versicherte, dass es ok ist, wenn ich ihr beim Kochen helfe.

Schon mit vier durfte ich für meine Familie bei der Salatsauce helfen. Es nur umrühren, dann Gewürze hinzufügen und am Schluss bekam ich die alleinige Verantwortung. Die Liebe zu der richtigen Salatsauce zum richtigen Salat und knackigem zwischen den Zähnen ist geblieben.

Obwohl ich Mayonnaise lastige Saucen nicht all zu sehr mag, weil sie mir oft zu fettig sind, kann Mayonnaise eine Salatsauce doch eine gewisse Grundstuktur verleihen. Oft ersetzte ich sie jedoch, oder zum teil jedoch mit Joghurt, Frischkäse oder Quark, um das ganze etwas leichter und für mich doch auch bekömmlicher zu machen. Hier nun also mein Rezept für:

Karins leichtes Kräuter-Joghurt-Dressing (ca. 5 dl)

  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1/2 TL grobes Meersalz oder Kräutersalz
  • 1/2 Bund Petersilie, frisch und abgezupft
  • 1/2 Bund Dill, in 3cm Stücken geschnitten
  • 5 Stängel Schnittlauch, in 3 cm Stücken geschnitten
  • 120 g Mayonnaise
  • 180 g Griechischer Joghurt
  • 120 g Quark
  • 1 TL Worcestershiresauce
  • 1 TL Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1/2 TL Weisser Balsamico oder Apfelessig
  • 1 EL Orangensaft
  • 1 EL Ahornsirup
  • ¼ TL Delikatess Paprika (e.g. von http://www.nanna.ch)
  • ¼ TL Cayenne Pulver
  • 1 Spritzer (ca halber TL) Tabasco
  • 60 g Buttermilch oder Milch
  1. Knoblauch und Salz in den Mixtopf geben und 5 Sek. / Stufe 7 zerkleinern. Mit Spatel hinunter stossen.
  2. Kräuter (sollten trocken sein) dazu und 10 Sek. / Stufe 7 zerkleinern. Mit Spatel hintunter stossen. Vorgang je nach dem wiederholen.
  3. Restliche Zutaten dazu und 40 Sek. / Stufe 3 verrühren.

Diese Sauce passt herrlich zu einem Nüsslisalat mit Ei, oder einem Gemischten Salat mit Mais, Rüebli etc. , oder als Dip für Chicorée-Blätter

Die Sauce sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden und hält sich ca. 3-5 Tage.